Wahlempfehlung!

Zur Bundestagswahl 2013 wurde sehr viel geschrieben.

Ich empfehle jedem Wahlberechtigten zur Wahl zu gehen.

Ich empfehle weiter, sich einen Geldschein mitzunehmen.

Ich empfehle weiter, sich Tesafilm mitzunehmen.

Ich empfehle weiter, sich einen Kandidaten auszusuchen – er muß nicht auf dem Wahlzettel stehen.

Ich empfehle weiter, auf den Geldschein das Folgende zu schreiben:

„Frau/Herr …………….

Angewidert von ihrem Verhalten hoffe ich, diese kleine Zuwendung hilft ihnen, die Frustration zu überwinden, dass sie lediglich ein kümmerlicher Lügner und Opportunist sind.

Dieser Geldschein ist Frau/Herrn ……….. auszuhändigen und darf als Geschenk verstanden werden.“

 

Sollte Ihnen dies zu viel Aufwand für ihre Abneigung gegen das Politokratenpack sein, so können sie alternativ mit dem Geld einen Obdachlosen beschenken, sich selbst auf dem Wochenmarkt gutes Gemüse kaufen oder das Geld schlichtweg verbrennen.

Es gibt Menschen auf dieser Erde, die müssen täglich um sauberes Wasser und die zum Überleben notwendigen Kalorien kämpfen, wohl mehr als die doppelte Anzahl aller Europäer!

Würde man nur den Reichsten Mensch der Welt enteignen und sein Vermögen der ärmsten Milliarde Menschen als Almosen schenken – in Nahrung wären sie etwa sechs Monate von diesem Kampf befreit.

Natürlich ist das nicht zielführend – zielführend wäre es schlicht, tatsächlich eine gerechte Verteilung der Ressourcen die uns die Erde zur Verfügung stellt zu bewerkstelligen, unter dem Aspekt dass die Erde noch mehr als eine Milliarde Jahre bewohnbar sein könnte, der Prämisse, das ein jedes Menschenleben die gleichen Rechte und sozialen Pflichten hätte und man seine Umwelt als das wertvollste Gut – neben seiner Gesundheit – (aber man ist ja Teil der Umwelt – somit schießt es diese ohnehin ein…) betrachtete.

Die Politik jedenfalls geht in die – diesem Ideal entgegengesetzte Richtung, sie wird von Menschen zelebriert, die den Geldschein, wäre er beschlossene Sache und Gesetz, mit Freuden annehmen würden, die von jedem Wähler aber viel geschickter profitieren, indem sie ihn tagtäglich auf unsägliche Art und Weise betrügen, vor allem aber, indem sie global sicher stellen, dass die Armut in der Welt ein probates Druckmittel für die Massen bleibt, auf dass diese willig dem Kapital dienen, hoffend nicht ins Elend abzurutschen, dabei im Konsumwahn delirierend und vielfach das Dasein längst nicht mehr reflektierend.

Die Dummheit wird zum größten Faktor in unserer Zeit, doch die Dummheit herrscht nicht in den Slums, die Dummheit ist in den Parlamenten, den Villen und den Tempeln des Reichtums zu Hause, die Dummheit ist über die Jahrtausende zum herrschenden Prinzip geworden, sie hat längst die Herrschaft über die Vernunft übernommen.

Am morgigen Sonntag können wir nur eines wählen, die Dummheit – nichts anderes steht zur Wahl.

Daher, zahlt die Dummheit aus, und wendet euch von ihr ab – Ihr müsst es selber schaffen ihr zu entkommen!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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6 Antworten zu Wahlempfehlung!

  1. kahalla schreibt:

    Die Dummheit auszahlen?

    Ein nobler gedanke.

    Aber bemerkt die Dummheit denn dass sie ausgezahlt wird? oder glaubt sie, nach Beratung mit ihrer Schwester Gier, es sei ein tragendes Geschäftsmodell? genau das passiert doch ständig. Ein Politiker ist nicht gekauft, zumindest nicht auf Dauer. Wer würde sich schon einen solch korrupten Menschen „zulegen“. Vielmehr ist ein Politiker ein Mensch der sich eine Einflusssphäre verschafft und diesen Einfluss dann nutzt um sich zu prostituieren. was auf dem Straßenstrich die Schönheit und Jugend sowie gewisse Geschicklichkeiten ausmachen, machen in der Politik
    die „Beziehungen“, das „Charisma“ und ähnliche schwer greifbare Eigenschaften aus.
    Beziehungen steht deshalb in Anführungszeichen, weil wir uns diesen Begriff im Zusammenhang mit Politik näher ansehen müssen. Hier geht es nämlich nicht um eine Art Beziehung, wie viel von uns sie suchen, eine treue, einfühlsame, dauerhafte Begegnung auf Augenhöhe, sondern eher um das Gegenteil. Eine Beziehung die darauf beruht das man sich „gefallen“ erwiesen hat und damit Ansprüche an eine Gegenleistung erwirbt. Nur das den Wert dieser Ansprüche der jeweils stärkere, also derjenige der mehr Gefälligkeiten gut hat bestimmt. Ein Spiel bei dem nur „Charismatiker“ gewinnen können. Es gibt tatsächlich Menschen die über wirkliches Charisma verfügen und den gut geschmierten Apparat der Gefälligkeiten und Geschaftlhubereien damit gefährden, meist meint Charisma aber, dass man als Politiker berechenbar immer die selben hohlen Phrasen als seine Meinung kund tut, die um so weniger das Spiel stören, je weltfremder , unüberlegter und undurchführbarer sie sind. Der Rest sind Gefälligkeiten und Geld raffen. Von verdienen möchte ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen. Ein Spiel das in wirtschaftlich „goldenen Zeiten“ auch ganz gut gelingt, die Politik aber als pure Scharlatanerie entlarvt, sobald reale Probleme anstehen, die nur in einem großen Konsens gelöst werden können. Schließlich könnten diese Lösungen die mühsam erarbeiteten Abhängigkeiten zerstören und so die Laufbahn eines Politikers beenden. Die einzige Möglichkeiten, diesen Affenzirkus wieder zu etwas staatstragendem zu machen, sehe ich im mühsamen und langen Weg, kleine, noch nicht „vernetzte“ Parteien zuhauf in den Bundestag zu wählen. Hier ist das Programm zweitrangig.
    Aber 10 Parteien über 5 % im Bundestag und keine Regierung könnte sich auf Klientelpolitik zurück ziehen. Mag sein das manche darunter die Unregierbarkeit verstehen, ich verstehe darunter einen politischen Neuanfang, der zwar genauso in die Hose gehen kann wie der, den wir seit nunmehr 64 Jahren erleben, aber es wäre ein Neuanfang mit demokratischen Mitteln, ein Neuanfang der durch die Wähler erzwungen würde. was wird sich wohl in Bayern ändern wo die selben Herren wie seit Jahrzehnten sich ihrer absoluten Mehrheit sicher sein können. Sicher ist Bayern dadurch politisch stabiler und zuverlässiger als andere Bundesländer, aber ehrlich gesagt, nur eine tote Demokratie ist eine stabile Demokratie. Ich hör den Feudalismus schon sehr laut trapsen. Und wer sich nach der „guten alten Zeit“ sehnt, dem sei gesagt das er Kindermärchen von der übelsten Sorte aufsitzt. Zeiten waren noch nie gut, es waren immer Menschen die gut waren und das recht selten.
    Also! Wählt die kleinen in den Bundestag.

    • oberham schreibt:

      … ich fürchte übrigens, du bist noch immer viel zu optimistisch……. 😉

      Aber Hoffnung ist ein Überlebensplacebo!

      • kahalla schreibt:

        Naja die Hoffnung stirbt zuletzt, und so tot will ich mich gar nicht fühlen. Schließlich ist es das, was uns vom akzeptieren dieser K…e trennt. Immerhin hat mein 10000 € Haus gerade einen Preis gewonnen, der mir ermöglicht evtl. demnächst eins davon zu bauen.
        Mag das Silber nur ein Streif am Horizont sein, wärs ne massive Wand wärs ja ein Gefängnis… Und es mag wahnsinnig klingen, aber unsere Vorstellungen von der Welt sind es, die uns gefangen halten, aber es sind genau diese Vorstellungen, die uns auch frei machen können. Ich werde mal auf diese Karte setzen, und wenn ich tatsächlich so weit jenseits der Realitäten meiner Mitmenschen bin und in eine Klapse gesperrt werde, dann hab ich wahrscheinlich die Freiheit gefunden, die mich sogar an solch einem Ort unangreifbar frei macht. Wünsch mir Glück, wenn du hier bleiben willst, ich geh mal langsam los. 😉

  2. kahalla schreibt:

    Ach ja und noch was, …. jetzt hab ichs vergessen. Schade, es war die Lösung ALLER Probleme.
    War wohl nicht so wichtig.

    • oberham schreibt:

      Oh, ich wünsch Dir alles Glück der Zeit, der Erde und des Universums – auch ich bin ein Tramp auf dem Weg durch die Unmöglichkeiten dieser unserer Realität – bleib gesund!

      • kahalla schreibt:

        Das versuche ich, auch wenn krank werden immer ein Option deines Unterbewussten ist, dir zu zeigen dass dein Weg verdächtig hölzern klingt…. Na denn, wenn wir als Tramps unmögliches möglich machen wollen dann sollten wir uns auf die Socken machen… Dir auch alles Gute…

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