Das Glück der Freiheit

Die Freude an der Freiheit. Die Freude am Leben. Die Entspannung im Schatten. Die Schwerelosigkeit genießen. Luftschwimmer sein!

Bedeutungsleichtigkeit machts möglich!

Loslassen, weglassen, Konsumtempel darf man ruhig hassen.

Seit Jahren keine Bedarfstrigger mehr als Qual empfunden.

Im Wald, im Schnee, im See, im Schatten, im schwülen Teich des Sommertags, im bunten Saal der Herbstzeitsonne, kristallklare Glitzerwelt, schwirrendes Leben im Frühlingsrausch, ertrunken fast vor Liebe, tauch ich wieder auf.

Atme meine Zeit und staune, immer noch die gleichen, gequälten, Leichen,

die bleichen, raffenden, misstrauenden, armen Reichen,

doch schlimmer noch, die Milliarden Armen,

die ihren Reichtum nicht begreifen!

Das Leid und Elend, das dunkle Grab des unerfüllten Lebens,

Ihr schaufelt es euch selbst,

Ihr grabt und grabt, schuftet und strebt,

danach,

so zu sein,

so zu sein,

so furchtbar zu sein,

dabei wäre das Leben der wunderbarste, klarste, bekömmlichste Wein,

würdet Ihr nur mit euch selbst und eurer Liebe solidarisch sein!

Eure Blicke würden klar und völlig rein,

ein Jeder wäre es Anderen gütiger Schrein,

ein Körper voller Gedanken und sprühender Phantasie,

die Musik endete nie,

denn selbst der Tod würde zum wahren Freund, da

man begreift

das Kind und sein Kind und dessen Kind

möchten ebenso wunderbare Menschen auf diesem Planeten sein.

Niemals allein!

 

Leider bin ich – in dieser Welt – die Ihr Euch vermauert –

Näher an der Hummel, näher am Baum

Unter anderen Menschen völlig allein!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Das Glück der Freiheit

  1. kahalla schreibt:

    Mein lieber oberham,
    die Musik die endet nie, auch wenn wir taub dafür werden, wir Armen und Geknechteten.
    Denn da wo Reichtum gnadenlos über Armut hoffnungslos herrscht, entsteht ein Lärm der das betäubt, was Du als Leben trinkst. Auch ich hatte Zeiten in meinem Leben wo ich diese Wonnen teilte. Ich arbeite darauf hin, diese wieder zu leben und versuche sie nicht unwirklich werden zu lassen, was nicht leicht ist, angesichts der 24 stündigen Sirenen. Ich weiß, auch eine Wanderung durch die Wunderwelt die gerade deine ist, würde mich unglücklich machen, weil ich nicht bleiben kann, sondern wieder zurück muss in den Bauch des Molochs.

    • oberham schreibt:

      Danke für Deine immer wieder offenen Kommentare.
      Hm – in Köln könnt ich nicht überleben…..
      Machen wir Deinen Laden im Wald auf – vielleicht kommt der Fuchs und schließt Frieden mit dem Hasen.

      • kahalla schreibt:

        Nun es liegt in der Natur der Dinge dass diese beiden wohl immer etwas an Konfliktpotential haben werden, aber Frieden herrscht wenn beide -temporär- zufrieden sind. Bei Menschen ist es anders, die die fressen, fressen dauerhaft auf Vorrat und ihre zu Bankkonten erweiterten Mägen liegen voll und schwer, drückend und vernichtend auf dem Land. Wo einem so die Sonne verstellt ist, mag man nicht daran glauben, dass es sie gibt, da hilft nur Phantasie und Kreativität, das eine um sie sich vorzustellen, das andere um sie doch noch zu erreichen.
        Nun vielleicht erreiche ich die Tage sogar mal etwas greifbares und fülle diesen leeren Spruch mit Leben. Und noch einmal vielleicht, springt aus diesem Erreichen ein laden, der dann keiner mehr wäre, ein Haus im Wald, am Rand der Welt …
        http://www.mein-ecologic-projekt.de/projects/5177beedb3586f7cc4008352

  2. Emigrant schreibt:

    Vielleicht bleibt wirklich bald nur noch die Flucht an Orte, wo noch weniger geballte Zivilisation herrscht.

    MfG

    Ausssteiger

    • oberham schreibt:

      Ein meiner Lichtungen ging verloren, an einen Wirtschaftsberater aus der Großstadt.
      Dort stand eine alte bescheidene Behausung, sporadisch von einem „Lebenskünstler“ bewohnt – dieser Lebensort – er ist nun verloren – da wohl bald eine Barriere dort die Rehwiese, den Nussbaum und die Apfelbaume für den Wanderer unzugänglich machen dürfte – wohl mit Überwachungsanlagen und drohendem Securitykontakt – da der Besitzer wohl ebenso selten anwesend sein dürfte.
      So krallen sich die Vermögenden sogar die Rückzugsräume und wer weiß, vielleicht ist Pazifismus am Ende sogar Dummheit.
      Muss man in der Natur nicht ums Überleben kämpfen?
      Was soll man tun, bleibt kein Ort mehr um zurückzuweichen?
      Es ist schrecklich, wenn man Wut und Zorn spürt, es tut im Bauch weh, überall weh.
      Ich werde mich wohl bald auf die Suche nach einsameren Orten machen müssen.

  3. Emigrant schreibt:

    Zitat: „… Ich werde mich wohl bald auf die Suche nach einsameren Orten machen müssen.“

    Viel Glück dabei. Am Polarkreis z. B. ist es wunderbar einsam, doch kann der Winter zu lang, und sehr kalt werden, November bis ca. Mitte Mai. Doch seine Schönheit, unglaublich.

    Persönlich versuche ich mit immer weniger Geld auszukommen, doch z. B. Strom muß schon sein, alternativ Generator (und somit Benzin, dies muß befördert werden etc.), genauso Holz und ein paar Kleinigkeiten. Der Friede und die Natur hier entschädigen für viele Mühen, doch war und ist es eine große Umstellung, das sinkende Schiff Deutschland zu verlasen.

    Auch hier gibt es leider Land- und Waldbesitzer, doch in ganz anderen Dimensionen. Ferner erlaubt das „Jedermannsrecht“, z. B. Fallholz, Beeren Pilze u.s.w. für den eigenen Bedarf in jeder nötigen Menge zu sammeln. Angeln / Fischen mit Netz erleichtert die Ernährung ohne große Summen, ich habe etwas Land gerodet für vor allem Kartoffeln, Palsternacken, Rote Beete, Salat, Mangold, Radieschen und Erdbeeren.

    MfG

    Aussteiger

    • Kann ich gut nachvollziehen, ich sammle bei jedem Spaziergang einen Rucksack voll Holz. So komme ich fast ohne Zukäufe oder Öl – durch den Winter.
      Derzeit stehen auf dem Speiseplan: Giersch, Beinwell, Brennessel, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, – ich bau auch Kartoffeln an, Kräutergarten, u.v.m. – würde ich nicht gerne Kaffee trinken – ich könnte fast als autark gelten.
      Es gibt so viele Dinge auch bei uns noch zu entdecken – das Problem ist nun wirklich, die ständige Gefahr in ein Gefängnis oder eine Anstalt verschleppt zu werden.

      Wer sich unschädlich verhält – ist sozusagen ein Verbrecher – man könnte auch sagen die ganzen Verbrecher hassen dich, da du ihnen den Spiegel vorhältst.

      Für ich kommt Auswandern nur als letzter Fluchtweg in Frage, ich wohne wo ich geboren wurde, meine Plätze hab ich zum Großteil schon als Kind erkundet.
      Gerade heute – war nur fünf Stunden unterwegs – war der Sommerwind ein wunderbarer Begleiter und das Gras am Waldrand hat gesungen – die Vögel waren zufrieden, beim Heidelbeersammeln hab ich ein Kreuzotter von ihrem sonnigen Plätzchen verscheucht – hoffentlich ist sie mir nicht böse ;-)…. – und es gibt jeden Tag neue Dinge zu entdecken – da jeder Grashalm wächst, jeder Blütenstand sich ändert, die Kiesel wandern im Bach und auch sonst ist alles im Fluß!

      – manchmal denk ich, die kleinen Zecken bei uns könnten doch eines Tages alle mit einer schicken Virusvariante kommen und man geht mit einem Fiebertraum ins Jenseits – dann wären die kleinen Kerle echt zu etwas nutze – (ich frag mich immer wozu sie da sind? -. aber auch so eine dämliche menschliche Eigenschaft – die Frage nach dem Nutzen…)

      ….liebe Grüße an den der gerade keine Nächte zum Schlafen kriegt ;-)…………

  4. Emigrant schreibt:

    Herzlichen Dank für Deine freundliche Nachricht und die Grüße. Stimmt, hier ist es noch bis ca. Ende August immer hell, so daß ich ewig aufbleibe und auch die Schönheit der „Nacht“ genieße.
    Bald sind hier Moos-, Molte- und Himbeeren, auch Preißelbeeren und Blaubeeren reif, worauf ich mich schon lange gefreut habe. An die Mücken kan man sich halbwegs gewöhnen, am frühen Abend ist es am heftigsten.

    Habe Deine und Oberhams interessante Breiträge auch beialtonabloggt gelesen und möchte mich herzlich dafür bedanken, daß auch Ihr nicht mehr alles mitmacht. Geht eben auch anders;

    MfG

    Aussteiger

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