Von Blechkistenmenschen und Robo-Signing

Sie haben einen Angestellten, sie sind selber bei einem Unternehmen angestellt, oder sind sie eventuell arbeitslos?

Würden sie gerne in einer Bank arbeiten? Wir hätten da einen Job für Sie!

Sie müssen nur einen Stift halten können und täglich etwa tausendmal eine Signatur unter ein Schriftstück setzen – wir nennen es unter uns gesagt Robo-Signing!

Sie haben Glück, als Roboterunterzeichner erhalten sie etwa 2000 Euro im Monat – bezahlten Urlaub, Krankenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung, bei uns on Top eine Rechtsschutzversicherung.

Nun, das Folgende ist eine klassische Verteilungsnummer.

Das Spiel ist ja ein Verteilungsspiel – wir sammeln und jagen, das Gesammelte und Erjagte können wir dann teilen.

Ok, Game on!

Das Spiel lautet, Häuserbauen.

Teilnehmer, die die die Häuser bauen, die die die Infrastruktur errichten, die die Verwaltungsjobs managen, die die die Häuser kaufen, die die Häuser finanzieren, die die die Macht haben und sie sich bezahlen lassen, die die am Ende regeln, dass die kleinen Fouls nicht geahndet werden, ja, sogar zum Sahnehäubchen für jene werden, die wie das Öl im Getriebe alles reibungslos am Laufen halten.

Alles läuft super, über Jahre hinweg werden Häuser gebaut, im Massen, jene Menschen, die kein Geld für ein Haus haben, jedoch einen Job, vielleicht sind sie sogar als Robosigner in einer Bank beschäftigt – dann gehören sie zur Gruppe jener, die sich ein Haus eigentlich nicht leisten können – bekommen Geld geliehen, für Ihre Häuser, die Ihnen aber nicht gehören – dank des Robosigning wissen diese Menschen am Ende gar nicht, wem das Haus letztendlich gehört.

Sie zahlen keine Miete an einen Vermieter, sie zahlen Hypothekenraten an eine Bank, sie träumen, die Preise steigen, sie träumen weiter, die Preise steigen weiter.

Alle sind glücklich. Alle haben verdient – stop, die Nichthausbesitzer, sondern Hypothekenschuldner und Hausbewohner haben keinen Grund besonders glücklich zu sein!

Sie müssen Geld beschaffen, damit sie glücklich weiter träumen dürfen!

Sie beschaffen Geld, sie arbeiten, sie gehen brav pünktlich zu ihren Jobs, ihren x-tausend Dollarjobs, wobei das x selten größer als fünf ist – man kann auch Euro daraus machen und es in unsere Breiten transformieren – im Grunde läuft das Spiel in allen HDC´s ähnlich.

Aber ich schweife ab.

Ich möchte zum Ende kommen.

Es gibt Zeiten, da sind nicht alle glücklich, da wird das Glück wieder etwas selektiver.

Meine Geschichte kennen sie ja alle, sie beschreibt schlicht das Leben.

Wir wissen es, wir ändern es nicht.

Hier nun ein kleiner Ausblick, warum wir nicht hoffen sollten, dass sich die Dinge zum Besseren – sprich für die Mehrheit zum Besseren – entwickeln.

Robo-Signing war im Grunde massenhafte Urkundenfälschung.

Es gab von einigen Anwälten Sammelklagen – im Land der Freiheit – der USA oftmals ein Mittel um Kläger und Anwälte etwas glücklicher machen zu können.

Hier handelte es sich allerding um eine Multimilliardenklage und Beklagten waren die Herrschenden, die Finanzkonzerne.

Kurz gesagt – jene die geklagt haben, die heute ruiniert sind, erhalten im Schnitt 300 Dollar Entschädigung – schön – ein Gewinner – von denen werde ich gleich tippen, braucht die 300 Dollar für seine tägliche Unterhose – oder einen etwas exotischeren Cocktail an der Bar, kurz er nimmt 300 Dollar gar nicht wahr – für die Verlierer, die Gewinner des Prozesses, aber eben trotzdem Verlierer, dürften die 300 Dollar vielleicht mal ein Zimmer für einige Tage bedeuten, duschen, etwas Ruhe – da viele inzwischen in ihren Belchkisten schlafen, die sie noch haben, da sie mobil sein müssen, um täglich ein paar Dollar sammeln zu können – ein hässlicher Kreislauf – die Blechkiste braucht dabei meist mehr Dollars- als der Bewohner der Blechkiste noch für sich übrig hat.

Es wurde wohl mancher Robosinger zum Belchkistenparia – der Belchsklave, der Sklave, der mit seinem alten Ford zu Arbeit vorfährt und anschließend wieder verschwindet – der Herr muss nicht mal mehr einen Sklavenstall bauen, nein, die Sklaven halten sich ihre Ställe selbst.

Aber ich schweife wieder aus – kurz zum Ende.

Bei diesem Prozess waren verschiedene beratende Kanzleien als Sachverständige mitinvolviert – diese Kanzleien wurden von den Beklagten beauftragt, und bezahlt – im Vorfeld.

Nach Prozessende stand eine Schadenersatzsumme von kanpp 10 Milliarden Dollar fest – angesichts der Fülle der Schadensfälle und der Schadenssumme ein lächerlicher Betrag (es ging um ca. 500 Millarden Dollar, die Menschen an Hypothekenraten bezahlten, Menschen die zwangsgeräumt wurden, teils obwohl sie noch nicht einmal mit den Raten in Verzug waren – nur – die Immobilie repräsentierte nicht mehr eine angemessene Sicherheit – man dachte Verwertung sei besser – Einzelfallprüfung zu teuer – Robotsigning günstiger – heute verfallen ganze Stadtteile und die arbeitenden Menschen kommen erneut zum x-ten Mal für die Folgen auf!) – insgesamt wurden in Europa und den USA bis heute für diese Immospekulationen von den arbeitenden Menschen via Steuern etwa 3 Billionen Euro in die Taschen der Spielgewinner geschleust – als Zahler, haben somit praktisch alle Menschen mitgespielt.

….. dieser lächerliche Betrag (10 Milliarden) erscheint satt und als gute Beute, wenn sich etwa 150 Consultants (Köpfe!) davon 2 Milliarden abschneiden!

(Dies ist nur eine winzige Episode in diesem Spiel, doch sie zeigt exemplarisch die schamlose Dreistigkeit! – Nimmt man die 3 Billionen, die nur einige reicher und Millionen noch ärmer als vorher – gemacht haben – kann man erkennen – mit dieser Summe hätte man den Hunger auf der Welt alleine fast ausrotten können – insofern liegt auf jedem Gewinn ein monströser Leichenhaufen von verhungerten Menschen – und wir gaffen blöd zu bei dem Spiel – spielen mit!)

So kann man die Perfektionierung des Systems erkennen – jene, die den Schaden kleinrechnen und dafür von den Verbrechern bezahlt werden, dürfen sich anschließend als Belohnung nochmal an der ausbezahlten Schadensumme bedienen, sozusagen on Top – der Doppeleffekt.

Das ist das Ende – für die Robotsinger – sie sind arbeitslos – heute geht das über eine elektronische Signatur – die wird wieder genauso gefälscht.

Noch eine Anmerkung:

Politiker sind auch Consultants, in Sachen Macht, Recht und Verbrecherschutz, Politiker werden auch doppelt bezahlt, die 20 % Anteil am ausbezahlten Schadenersatzsümmchen sind der Steueranteil den sie sich nehmen – mehr oder weniger legal – manche – wie man in diesen Tagen wieder gut beobachten kann, sind total unterbezahlt und müssen versuchen auch aus dem Staatskassenfundus noch mehr herauszuholen …… – übrigens – wenn man es ansatzweise überschlägt, sprich die dem Nepotismus und der Kleptokratie geschuldeten Mehraufwendungen im Bundeshaushalt und sämtlichen anderen öffentlichen Haushalten aufaddiert, plus der offiziellen Ausgaben für Protz, Pomp und Versorgung der Marionetten, der Robotsigner qua Mandat, ja wir stellen sie alle ein – zu Hälfte? – dürften die 20 % – das magische Fünftel – wie auch immer – nicht fern der exakten Wahrheit liegen.

Doch ihre eigentlichen Auftraggeber sind nicht wir – das gemeine Volk – jene die sich täglich für unbekannte Wesen durch den Tag funktionieren – jene, die eben die wirksame Masse bilden, aber die völlig machtlos als Masse einem Moloch willig dienen der sie gnadenlos nutzt – jene die den Wirt der Schmarotzer bilden – sondern es ist der clevere Schmarotzer höchstselbst – so als würde eine kleine Zecke auf einer fetten sitzen die sie mit sich trägt.

Das Letzte:

So ungerecht die Menschen Ihre Verteilung auch organisieren, sie erweisen sich damit offensichtlich keinen Dienst, jene die z.B. einen Glauben wie die Christen in sich verspüren, haben es ja schwarz auf weiß, sie wurden aus dem Paradies vertrieben.

Es scheint, als wäre es geradezu eine Pflicht, das Paradies bewusst abzulehnen.

Da ich dies tippe, lebe ich im Paradies, ich bin kein Opfer, ich werde mich nicht willig dienend ausliefern, ich bettle auch nicht um Almosen, nein, so meine Zeit abläuft – ich keine Mittel und Weg mehr finde frei in dieser Zeit zu leben, wird es eben das Ende sein – doch bis dahin lebe ich mit der Natur im Paradies – nur mit den Menschen kann ich es nicht finden.

Eine jede Biene erfreut mich mehr mit ihrem Summen, als es ein Mensch wohl könnte – Euch kann ich immer nur wieder mal vortippen, was ihr mit Euch machen lasst – und sorry – auch wenn ihr als Lehrer oder Ärzte sinnvolle, schöne Berufe ausübt, tut ihr es in einem verdorbenem System das gerne täglich etwa 30.000 Menschen verhungern lässt – und Milliarden in absolut sinnlosen, dumpfen, monotonen Abläufen verortet, die das Leben zu einer veritablen Geistesfolter machen.

Ihr alle baut am Ende unserer Chance mit, wobei – dies lesen wohl nur solche, die diese Erkenntnis längst selbst gewonnen haben – ich sollte wohl schreiben, die da in der Welt schaffen und in so obskure Blogs niemals hineinlesen, bauen am Ende unserer Chance mit – und wir, wir können nur mit dem Kopf schütteln und zusehen.

Wie wollte ein Mensch mehr retten, als sich selbst? Nur würde jeder sich selber retten, wäre die Menschheit und die Natur – wie wir sie kennen, gerettet.

In diesem Sinne – vermeidet jede Kollaboration!

Ja – jetzt wurde es wieder ein Predigt……… nema!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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4 Antworten zu Von Blechkistenmenschen und Robo-Signing

  1. kahalla schreibt:

    Trotz aller predigt wirst du wahrscheinlich nie im „Wort zum Sonntag “ sprechen. Was sonst soll es werden als eine Predigt. Der Abgrund der menschlichen Dummheit ist kaum mit dem Auge oder gar dem Geist zu ermessen und doch machen sich täglich Milliarden auf ihn zu Fuß zu durchwandern. Ein Absturz der so tief ist, dass sich der kurzlebige Mensch an das Gefühl des freien Falls gewöhnen kann. Trotzdem steht an seinem Ende der Aufschlag. Dann kommen die Plattmacher. Sie machen Häuser, Autos, Naturen und Menschen platt. Und am Ende kommt dann Arnold Schwarzenegger, der Mensch gewordene Robocop und fristet sein Gnadenbrot als Robosignierer, der die ganzen Platten abstempelt. In diesem Sinne eine schönen „Tag der Arbeit.“

  2. oberham schreibt:

    Habe heute eine Weinrebe eingesetzt – mal sehen – eine wächst schon seit Jahren prächtig und schenkt mir im Herbst süße dunkelblaue Trauben.
    Was mich besonders freut, es gehen viele der im Herbst gesammelten Blumensamen auf – überall kommen sie heraus, die bunten, schönen Blumen.

    Jedenfalls werde ich weiter zum 1. Mai eine Predigt anstimmen – ich fürchte, keiner meiner Beiträge wird eines Tages obsolet sein – sie werden bis zum Ende aktuell bleiben, sie werden immer harmloser die Zustände beschreiben, als sie in der Realität für die meisten Menschen sind – wie könnte ich das wirkliche Leben der Arbeitssklaven auch beschreiben – wo ich doch nicht vor habe in ihm zermalmt zu werden.

    Ist es nicht erfrischend wie gerade jene populär die Abgründe schildern, die niemals dort waren?
    Jene die es aus dem Hungerloch herausgeschafft haben, die sind so froh darüber, dass sie alles an Schrecken aus Mitleid mit uns vergessen und das Schreckliche mit einem Lächeln auf den Lippen wie eine ferne Geschichte wiedergeben.
    Zumal, wenn wir sie hören, haben sie es in eine Schicht der sozialen Pyramide geschafft, die sie wohl ohnehin schon völlig vereinnahmt und geistig korrumpiert hat – da kommen keine Vorwürfe, da werden nur die „Retter“ gelobt.

    Wie brav doch die in Reportagen gezeigten Armen immer in die Kameras lächeln, wie gewählt sie sich auszudrücken versuchen, wie hoffnungsvoll ihre Augen leuchten, als könnte die Kammera sie aufnehmen und hinauftragen zu jenen, die ihnen die Mikros unter die Nase halten.

    Solange wir Menschen von Glanz und Gloria des Reichtums träumen, solange werden sie leichtes Spiel mit uns haben, werden wir durch die Tage hindurchfunktionieren und willig die Aufträge erfüllen, die man uns stellt – ja wir betteln um Aufträge, wir winseln, heulen und sind am Ende, wenn keiner mehr was von uns möchte.

    Nur wenn ein armer einen armen um etwas bittet, blitzt der Stolz auf und man kläfft zurück –
    mach es doch selbst!

    Aber das ist ein anderer Teil der Geschichte.

  3. Roland schreibt:

    Hallo,
    zu der Erkenntnis bin ich auch schon gelangt. Aber was tun? Mein Weg ist ein Teilrückzug. Noch gehe ich einige Stunden in der Woche arbeiten, allerdings ohne jegliches Engagement oder besonderer Eile. Früher bin ich tatsächlich gehetzt. Heute nehme ich immer öfter Abstand von der Situation, schaue mir diese von oben an und denke: Warum verschwende ich hier meine wertvolle Lebenszeit?

    • oberham schreibt:

      Was tun? Sie sehen eine Sache exakt wie ich – Lebenszeit ist wertvoll und schön!
      Nun ist es leider so, dass jene die wohl die Zukunft der meisten Menschen und die Gegenwart der meisten Menschen wie Parasiten aussaugen, darauf bauen dürfen, dass die Ausgesaugten zwar bemerken, dass sie widerlich ausgenutzt werden, jedoch nicht konstatieren, dass eine Stunde bewußt genossene Lebenszeit mehr wert ist, als ein materielles Gut je sein kann. Daher schuften sie weiter willig mit und exekutieren die Hoffnungen die uns noch allen bleiben.
      Das teuflische an unserer Gesellschaft und unseren Prozessen ist, wir machen nicht alles falsch, ja vieles wäre im Ansatz sehr gut – doch die Dinge die wir völlig falsch anpacken, ziehen das Gute mit in den Untergang.
      Als Individuum das quer steht, kann ich nur hoffen, man lässt mich in Ruhe und mich über jeden freuen, der aufhört in diesem Wahnsinn mitzufunktionieren.
      Nehmen Sie sich ihre wertvolle Lebenszeit – ich wünsch ihnen alles Gute.

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