Modern vereinsamt!

Modern vereinsamt

 

Vereint vereinsamt,

wär ich Paartherapeut, Partnercoach,

käm mir das Standesamt, das die Vereinten

(in den Sinn)

alsbald als vereinsamte Zweisame ins

Nebeneinander verbannt,

die Liebe wird wie nun auch die Adenoide,

mittels Adenotomie aus dem Herzen getrennt,

vereinsamt pumpt das Blut

in Dunkelhaft

diese verlorene Muskelkraft

Blieben da die Träume,

nicht als Trost

im Gedankenschaum auf den

dunklen Wellen

alles Leid und Elend würd längst

über uns und somit die Welt quellen

als wäre dies kreuchende Wesen

nichts weiter als eine

sich milliardisierende

Hyperplasie

vereinsamtes Leben

im Spätherbst

bald reitet der Tod auf dem Winterpferd

herbei

wann hallt ein vereinsamter letzter Schrei?

 

(Oberham, Ostern 2013 – 9:30 MEZ Winterzeit)

 

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Einsiedler in Hinterwald
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4 Antworten zu Modern vereinsamt!

  1. kahalla schreibt:

    Der Mensch ein Tier

    Biologisch ist der Mensch ein Tier und wenn wir Lebensläufe der unserer Beobachtung zugänglichen Tier beobachten müssen viele mit wenig Zuneigung auskommen. Die absolute Zuneigung in den ersten Wochen, danach die Trennung vom Familienverband als Initial eines eigenen selbständigen Lebens. Beziehungen werden hinfort in Rudeln, Horden, Herden oder Sippen gepflegt. Alle mit verteilten Rollen, meist hierarchisch aber zweckgebunden. Wenn wir genau hinsehen,lebt der Mensch genauso oder ähnlich. Allerdings braucht er wegen der langen Kinderzeit stabilere Verhältnisse. Menschen brauchen Eltern die über Jahre eine stabile und fördernde Umgebung schaffen. Deshalb ist es so wichtig, sein Auskommen zu haben. Als einzelner Mensch braucht man nicht viel. Da wir aber alle Instinkte und Anlagen haben uns fortzupflanzen, dem Leben körperlichen Ausdruck zu geben, da wir nicht nur Geborgenheit, Lust und Freude „konsumieren“ können, sondern diese Seinszustände beinahe per Definitionem geteilt werden müssen, um echt und dauerhaft zu sein, erleben wir selbst in der größten Freude Einsamkeit, wenn wir diese nicht teilen können. Wenn wir leiden, wollen wir alleine sein, sehnen uns aber zugleich nach einem Menschen voller Freude der sie teilen will, der uns findet und uns von unserem Leid erlöst. Denn geteilte Freude verdoppelt sich, während geteiltes Leid sich halbiert. Also wünsche ich allen dass ihr nicht nur bunt bemalte Eier teilt, sondern auch eure Gefühle, so dass ihr alle und wirklich alle um euch herum die Freude empfinden können, die ein neuer Zyklus der Natur an seinem hoffnungsvollen Anfang auslösen sollte.

    Frohe Ostern

  2. oberham schreibt:

    … Ambivalenz ist immanent, so auch unsern Gedanken das Ambivalente innewohnt –

    doch ganz eindeutig wünsch auch ich

    Gesundheit, frohe Zeit

  3. kahalla schreibt:

    Ist jemand der an Ostern Western guckt, falsch gepolt?
    Egal ich steh sowieso mehr auf Südstern.

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