Die Moralisten im Morast!

Lange bevor es mutiger Soldaten bedarf, die Irrsinnsbefehle verweigern und damit quasi Selbstmord durch Erschießung oder Hängen begehen, bedürfte es mutiger Bürger unter jenen, die im Vorfeld des absoluten Wahnsinns den gewöhnlichen Wahnsinn offen bekämpfen und nicht einzig darauf bedacht sind ihren Intellekt, was man auch immer dafür halten mag, zu kapitalisieren.

 

Die willigen Helfer im Schlachthaus, die braucht man erst ganz zum Ender der Zyklen, jene, die lenken und führen – von der Amtsstube angefangen bis hinauf in die Spitzen des Staates, die Journalisten als willige Marketenderinnen, immer an den Fersen, desto tiefer man in den Morast sinkt, desto mehr an der Zahl, immer neben dran, immer am Gesäß der Kommando-Täter, immer bereit diensteifrig die Lanze des Wortes zu tragen.

In diesen Tagen wird eifrig über die gewöhnlichen Soldaten – unsere Väter und die helfenden Mütter – erst TV-geschaut und dann, dem Gesabber von sich kapitalisierenden „Großgeistern“ und alten Zeitzeugen gelauscht – immer wieder kann man nur konstatieren – man räsoniert über Schuld bei den Massen und vergisst regelmäßig die Verantwortung der Eliten anzusprechen.

Natürlich war jeder der sich damals nicht umbrachte auch ein Täter – den selbst jene die da Glück hatten nicht an die Gruben zum ins Genickschießen abkommandiert worden zu sein, die Zuhause als Blockwart, oder als Lehrer in der Schule weiter ihren Dienst verrichteten, blieben willige Helfer.

Damals war der Wahnsinn offensichtlich, er lag sozusagen vor der eigenen Türe, oder sollte man sagen er fiel den Menschen vom Himmel herunter auf die Dächer – bis endlich im fernen Osten der Wahnsinn im Singular so gigantisch war, dass sich dieses Massenschlachten danach in kleine – oder auch größere Episoden teilte.

Nur – ist unsere Gesellschaft heute anders? Was unterscheidet uns von unseren Großeltern, Eltern?????

Was macht einen Unterschied zwischen dem verhungerten Kind in Somalia, Äthiopien, und jenem im KZ-Dachau?

Was ist der Unterschied zwischen jenen Arbeitssklaven, die in den Arbeitslagern der Nazis gegen Überlebensbrot zur Arbeit gezwungen wurden und jenen die in den Höllenfabriken der Schwellenländer ihre Leben aushauchen?

 

Wie borniert muss man sein, sich einerseits als verantwortliche, führende Intelligenzija zu gerieren, andererseits aber, regelmäßig den Massen ihre treudoofe Gefolgschaft vorzuhalten – wo man doch selber nichts weiter als die Luxusnutte der Macht ist – das Volk geht auf der Straße auf den Strich!

 

Schön wär es, würde es nicht mehr dort auftauchen und sich endlich von Euch entkoppeln und an sich selbst, jeder an sich selbst glauben, frei von den dümmlichen Prozessen und den korrupten Strukturen unserer Gesellschaft.

 

Übrigens – wer ein klein wenig mehr in Richtung Freiheit und etwas weniger in materielle Ansprüche und das soziale Dabeisein – die sogenannte kulturelle Teilhabe reflektiert – der könnte in unserem Land mit 400 Euro plus warmer kleiner bescheidener Bleibe gut auskommen – das Entwürdigungsprocedere ist noch kein Erschießungskommando – aber bewusst ins ALG 2 oder besser auf einige sinnvolle wenn auch schlechtbezahlte Jobs (wobei man da ja schon wieder die schlechte Bezahlung quasi befördert) auszuweichen ist Kriegsdienstverweigerung im neoliberalen, globalen, Kapital- und Finanzfaschismus!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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23 Antworten zu Die Moralisten im Morast!

  1. kahalla schreibt:

    Nun wenn ich diesen Gedanken weiterführe, wenn also der Kapitalismus von heute mit wirtschaftlichen Mittel das ausdrückt, was der Nationalsozialismus mit Terror und Kanonen befördert hat, dann wäre wohl die konsequente Alternative die Totalverweigerung jeglicher Arbeit für kapitalorientierte „Arbeitgeber“. Was wie zu den Zeiten des 3. Reiches eine standrechtliche Erschießung, dieses mal nicht mit Gewehren, sondern mit Sanktion bis 100% (und in einem besonders idiotischen Fall sogar über 100%) in Hartz 4 bedeutet.
    Diese Aberkennung des Existenzrechts wird von vielen Behörden als Zwangsmittel ausgesprochen. Ich habe mein Projekt 10000 € Haus genau vor diesem Hintergrund entworfen.
    Immerhin würde ein solches Haus serienmäßig einen Lebensentwurf ermöglichen, der genau diese von dir (oder mir) postulierte Verweigerung nicht mehr zum irreversiblen Schicksalsschlag, sondern zu einer zwar wenig komfortablen, aber gangbaren Alternative macht.
    Nun ich habe nichts gegen Moral, solange diejenigen die sie pflegen dies für ihre eigenen Belange tun und sie nicht als Knüppel gegen andere verwenden.
    Allerdings musst ich mir anlässlich meiner Kriegsdienstverweigerung den Vorwurf „Vaterlandsverräter“ gefallen lassen. Wenn ich mir heute ansehe wer sich als „Vaterland“ der Deutschen geriert, wie eine Hand voll Großbanken und Konzerne die Macht übernehmen und
    bürgerliche ideale in den Dreck treten um ihres eigenen Profits wegen. Wenn ich sehe wie ein Partei wie die FDP um Stimmen zu fangen das Verbot der NPD, einer nachgewiesenermaßen antidemokratischen und menschenverachtenden Organisation hintertreibt, dann kann ich nur konstatieren, das es anscheinend die liberalen sind, die sich als Steigbügelhalter eines Wirtschaftsfaschismus gerieren, gegen den Hitlers Aktivitäten wie gewollt aber nicht gekonnt erscheinen. Rechtfertigt die Gier einer Minderheit von 100000 Menschen die Ausplünderung eines Planeten, des einzigen den wir haben? rechtfertigt die Freiheit dieser Narren, die Vernichtung der Existenzgrundlage von abermillionen Menschen und Tieren? Auch Hitlers Regime war ein von der Wirtschaft gesteuerter Wahnsinn, der Ausbeutung pur bedeutete.
    Wollen es die Konzernbosse dieses mal selbst machen und noch gründlicher? Nicht nur Land und Leute versklaven, sondern auch die Genetik zu ihrem Privatbesitz erklären, der Natur so tiefgreifend ins Handwerk pfuschen, dass nur ihr nimmersatter Gierschlund davon profitiert?
    Wasser, Saatgut und Luft zu ihrem immerwährenden Eigentum erklären? Und damit den ganzen Planeten in eine Sklavenkolonie verwandeln?
    Ich habe mir als Kind H.G. Wells Zeitmaschine als Verfilmung angesehen und fand die Morlock schrecklich. Dabei üben diese Monster ihr Regime noch nachhaltig und relativ sanft aus. Was wir von den Konzernen zu erwarten haben ist eine Barbarei von bisher noch nie da gewesenem Ausmaß. Dagegen müssen wir uns alle wehren.

    • karl schreibt:

      kein Widerspruch!
      Laßt uns endlich erheben!
      Wir sind das Volk….nein?Nein sind wir nicht.
      Eine echte Revolution wird es in Zukunft niemals in Deutschland geben.
      Eher gehen wir unter.
      Es sind noch zu Viele,die vom kapital.System profetieren und leben.
      Die Anderen haben Angst und verkriechen sich.

      • kahalla schreibt:

        Ja Karl, so wie 1848? Oder so wie 1989? Erst erheben, dann nach Hause gehen und den Aufbau einer neuen Gesellschaft den alten Verbrechern überlassen? Das ist nicht mein Ziel. ich will nachhaltig was ändern, in der Gesellschaft. Wenn die Blutegel da oben keinen Saft mehr kriegen fallen die von ganz alleine ab. Ich will einen gewaltsamen Aufstand gar nicht ausschließen, wird er doch sogar in unserem Grundgesetz als Ultima Ratio gegen genau die Zustände, auf die wir heute zu getrieben werden, ausdrücklich erlaubt und gefordert. Ich will auch behaupten, wer diese Zustände wissentlich übersieht macht sich an ihnen mit schuldig. Schuldig sind aber diejenigen die diesen Zustand vorantreiben. Seien es Politiker, seien es Konzerne oder Lobbyisten. Der tolle Reichtumszuwachs auf den Konten der westlichen Superreichen steht in direktem Zusammenhang mit Abermillionen verhungerter Menschen nicht nur in Afrika, mit dem zunehmenden Elend in Amerika und in Europa, mit der gezielten Destabilisierung der arabischen Welt. Für eine solche Art von Bereicherung gibt es keine Rechtfertigung.
        Also? Den Herrschaften müssen wir das Wasser abgraben. Da wir das nicht zentral und global machen können muss es jeder von uns tun, für sich, für seinen Bereich. Dezentral Strom erzeugen, dezentrale Selbstversorgung. auch dezentrale Verteidigung . Keine zentral gesteuerte Armee mehr, die sich dank Kommandostrukturen von jedem für alles einsetzen lässt. Möglicherweise werden wir uns in unserem Leben wieder um sehr viel mehr selbst kümmern müssen. Unsere Fitness zur Verteidigung, unsere Pflanzungen zur Ernährung. Vielleicht auch um die dezentrale und direkte Ausbildung unserer Kinder.
        Die arbeitsteilige Gesellschaft hat versagt. es gibt eine Kaste die nicht arbeiten darf, eine die zu viel arbeiten muss und eine die die Früchte der Arbeit der anderen einsammelt und dies ihre Arbeit nennt. es stimmt. es gibt in der Politik kaum jemand der wirklich arbeitet, meistens versuchen Politiker für irgend wen die Schäfchen ins Trockene zu bringen. Dieses Raffen und Plündern ist aber keine Arbeit, keine produktive Tätigkeit.

  2. oberham schreibt:

    In der Tat, die Verweigerung jeglicher Arbeit für privatgewinnorientierte Interessen, ist die – meiner Meinung nach – einzig adäquate friedliche Form eines aktiven Widerstand im den ökonomischen Prozessen – einen Widerstand den ich doch hier (weißt du doch) seit Jahren „predige“.

    Ich habe es heute nur auf dieses drastische Bild projeziert, da man gerade versucht unsere Geschichte zu klittern – dabei kommen die Eliten super aus der Sache heraus, die Konzernbosse wurden in dem Dreiteiler nicht angesprochen, die grandiosen Geschäfte – nicht angesprochen – einzig das Wüten und die Verzweiflung des Individuums – man hat das ganze Dilemma des kleinen Mannes wie einen gigantischen Vorhang über die Triebfedern geworfen – besonders perfide – in den Talk-Runden danach wurde regelmäßig auf den Opportunismus der Masse – nie jedoch auf die Freude darüber – bei den Eliten – verwießen.

    Die Eliten von Heute, sind die gleichen wie damals!!!!

    (Übrigens – Eigeninitiative und Arbeit in sinnvollen Nischen – sofern der Lohn gerecht und die Kompromisse überschaubar bleiben – kann jeder leisten! – In der öffentlichen Verwaltung dürfte niemand arbeiten! Zumindest solange die öffentliche Hand, die willige Hand der Kapitalinteressen ist!)

    • kahalla schreibt:

      Diese , deine Absicht ist mir durchaus nicht verborgen geblieben, ich wollte nur noch den Opportunismus der Masse, der ja zweifelsohne vorhanden ist relativieren. Einem Schwein in einem Mastbetrieb kann man seinen Opportunismus wohl kaum vorwerfen wenn es das Mastfutter seines zukünftigen Metzgers frisst. Die Unterschiede zwischen diesem Schwein und den „Lohnabhängigen“ sind allerdings eher graduell, als absolut. Nicht jeder kann seine eigenständige Lebensweise entwickeln und es ist in der Tat auch mit der dazu nötigen Bildung schwer genug, sich -immerhin mehrmals täglich- klar zu entscheiden. Zudem ist es ein gewaltiger Unterschied ob ich eine Rückzugsbasis habe, also eigenes Haus oder ähnlich, oder einfach gar nichts. Ein Habenichts von heute erlebt, dass alles was er sich in Zeiten halbwegs gut bezahlter Arbeit aufgebaut hat, innerhalb von wenigen Monaten, oder gar Wochen verschwindet. Um ein solches extrem von einem unsicheren Job abhängiges Leben immer wieder neu aufzubauen, muss man schon recht blöde sein. Tatsache ist, dass Arbeit als Lebensgrundlage hierzulande abgeschafft wurde mit der so genannten „Liberalisierung“ des Arbeitsmarkts und damit die prekären Verhältnisse, derer die Armen beschuldigt werden, erst erzeugt wurden. Allerdings erfordert es einiges an Bildung um sich Alternativen zu überlegen und diese auch durchzuführen. Und was das wichtigste ist, natürlich auch etwas Geld. Ein Eigenheim ist heute nicht mehr für jeden zu haben und wenn man eines erwirbt, zahlt man meist den Rest seines Erwerbslebens daran. Und wenn dieser Rest nicht reicht wegen betriebsbedingter Kündigung, dann verliert man auch dieses Haus wieder.
      Günstige Wohn- und selbstbestimmte Arbeitsmöglichkeiten sind die Lösung für Menschen, die ansonsten im virtuellen Arbeitslager der Sozialpolitiker verschwinden. Es liegt also auch zu einem Teil in unserer Verantwortung, anderen die Probleme und deren Lösungen sichtbar zu machen.

      • oberham schreibt:

        …. wohl geschrieben – doch meine Kritik richtet sich vor allem an das etablierte Bildungsbürgerpack, jene Menschen, die in ihrer selbstgerechten Wabe bequem hausen und das Fett im Getriebe bilden – sie sind es die alles wohlfeil am Laufen halten.
        Die prekarisierten Massen, sind ja inzwischen in grandiosem Übermaß vorhanden – dort bewirkt man mit Verweigerung nichts, dort wird man zwangsweise in die Passivität, ins Kundendasein der Arge geschleust.

        Wie ich schon öfter verlautbarte – die Schirrmachers der Nation sind die wahren Verräter, sie verquasen die Wahrheiten, stellen sich als Mahner dar und tanzen dabei an forderster Spitze mit den Kommandanten auf der Brücke des Seelenverkäufers auf die Klippen zu.

        Wobei natürlich auch jeder einzelne – der es irgendwie schafft, ein möglichst autakres Dasein anstreben sollte – in solch einer wahnsinnigen Gesellschaft.
        Für ein soziales Wesen – fürwahr ein Dilemma – doch lieber einsam in der Nische als mitten in der Herde bewußt die Kathastrophen befeuer

      • kahalla schreibt:

        Hat das Lemmingfieber unsere selbsternannten Eliten erfasst? Nein, nein, sie glauben wenn sie zuerst die anderen in den Abgrund schicken, ist der schon randvoll wenn sie dran kommen.

  3. oberham schreibt:

    … dann haben sie aus der Geschichte nicht gelernt – wenn der Kesseln nicht nur köcheltm, sondern brodelt, verkocht er auch die Kinder der Eliten.

    • kahalla schreibt:

      Wer lernt schon aus Geschichte? Wir lernen immer noch aus Geschichten. Rotkäppchen prägt unsere Kindheit mehr, als der Geschichtsunterricht an der Schule. BILD schreibt mit seinem 1000-Wörter-Deutsch Lügengeschichten die sich in die Hirne der Mehrheit fressen wie der Hausbock ins Gebälk eines Fachwerkhauses. In beiden Fällen ist die Wirkung dieselbe. Das Objekt ist ausgehöhlt und außer Fäkalien der Holzbohrer ist in dem strukturell gefährdeten Fraßobjekt nur noch gähnende Leere.

      • oberham schreibt:

        Hm, vordenken und nachdenken, kann man doch nur, so man sich Orientierungspunkte sucht. Auch die Gedanken schweben nicht völlig losgelöst von Bildern, Bilder die wir aus der Geschichte erhalten.
        Unsere Kultur wäre seit Jahrtausenden bestrebt einen gütigen Weg zu weisen, doch der Mensch ignoriert seine eigenen Hoffnungen leider in dem Moment der Schwäche, da er glaubt sich über die anderen erheben zu können.
        Genau dies lehrt uns doch die Geschichte – die immerwährende Enttäuschung der Massen, die immerwährende Schwäche der Rudelführer – der immerwährende fatale Kampf – gegeneinander – ja sogar gegen unsere Umwelt selbst – am Ende gegen sich selbst.
        Wir verleugnen unsere Sträken und geben uns willenlos den vermeitntlich unabwendbaren Gegebenheiten hin – bis auf wenige die sich selbst vor der Zeit zum Tode befördern und einige, die ein Leben ihrer Träume jenseits der Gesellschaft – auch in Armut – versuchen.

        Für den Millionär und das Großtalent ist der individuelle Weg nicht schwer, für das durchschnittliche Rudeltier hingegen, ist er eine wahre Herausforderung – eine Herausforderung der sich eben viel zu wenig stellen.

      • kahalla schreibt:

        Das Rudeltier?
        Der Mensch als solches ist aber kein Rudeltier. Wie seine nächsten noch lebenden Verwandten wächst er in eienr Horde auf, die ein ganz anderes Beziehungsgeflecht bildet als es ein z.B. Wolfsrudel tut. Sicher haben „Rudelführer“, also Könige Kaiser, Diktatoren etc. Immer Beispiele in der Natur gesucht und ihre Herrschaft als die beste aller möglichen Lebensweisen dar zu stellen. Für ein Staatswesen nahm man zum Beispiel Anleihe bei den Bienenvölkern und ihrer Organisation, bei den Ameisen genauso wie bei Wolfsrudeln. Niemals wurden Anleihen bei den den Menschen eigenen Organisationsformen genommen. Etwa dem Stamm, wie ihn sowohl Kelten und Germanen, als auch die vielen Völker in Sibirien und Nordamerika, letztere noch in historischer Zeit zeigten. auch Indianische Kulturen entwickelten sesshafte Arten des Gemeinwesens, wie etwa die Pueblokulturen. Afrika birgt trotz des traurigen Erbes der Kolonialzeit immer noch eine Menge dezentraler Organisationsformen, die allerdings anscheinend eher von den Frauen gehütet werden. Vielleicht weil die Religionen der Kolonisatoren, das Christentum und der Islam, sich bemühten den Mann zum Mittelpunkt des Lebens zu machen und das wahre Leben jenseits dieser gesellschaftlicher Experimente den Frauen blieb? Ein Mensch der lebensfähig sein will, kann heute keine Rudeltier sein. Er wird von den „Großen“ im Menschenrudel, die keine Beisshemmung kennen und die kein Problem haben die Fleischtöpfe für sich alleine zu beanspruchen und den Rest des Rudels verhungern zu lassen einfach vernichtet. Jedes Wolfsrudel, das eine intellektuelle Diskussion pflegt, könnte mit meiner vollen Billigung das was Menschen heute einander antun als Barbarei bezeichnen. Jede Bienenkönigin würde den Egoismen ihrer menschlichen Epigonen zum Kotzen finden. Und jede Ameisenkönigin fände es ungeheuerlich, dass nicht alle im Staat auch dessen Schutz genießen. Wenn ich schon bei Allegorien mit der Natur bin, fällt mir ein, womit man die heute herrschende Gesellschaftsform am ehesten vergleichen kann. Staaten und Konzerne (die Übergänge sind heute sowieso fließend) benehmen sich in zunehmender Zahl und ebenso zunehmendem Ausmaß wie Krebsgeschwüre.
        Wie dieser Krebs zu heilen ist, darüber wird zwar viel gesprochen, aber letztlich wenig dazu getan.
        Es ist wirklich so. Jede Zelle dieses Krebses kann sich selbst heilen, jedes „Rudeltier“ das sein Verhalten den natürlichen menschlichen Bedürfnissen annähert und somit selbst gesünder wird( Chapeau! oberham) verwandelt ein Stück des Geschwürs in gesundes Gewebe und die Gesellschaft in eine Horde, die sich durch Respekt und Unterstützung untereinander auszeichnet.
        Die Idee vom Rudel, das blind seinem „Führer“ folgt hat mit wirklichen Rudeln auch nichts zu tun, sondern ist eine Allmachtsphantasie pervertierten Denkens. Nach solchen Phantasien sind Terrorgruppen und Armeen aufgebaut. Die bisher schädlichsten Gemeinschaften, die der Mensch kennt und heute nur noch übertrumpft vom globalen Geldadel dem es nichts ausmacht, dass an seinem Luxus das Blut von Hunderttausenden klebt.

  4. oberham schreibt:

    Stimmt – man sollte nicht vom Rudeltier sprechen – und ja die Sozialanthropologie kennt vielfach sehr bemerkenswerte Gesellschaftsformen .- doch gerade die modernen Theorien und Auslegungen stimmen mich traurig, so werden Lügen und Selbstbetrug inzwischen zu Schlüsselqualifikationen in sozialen Komplexen ernsthaft erwogen – ja es werden inzwischen schon die Systematik und das effiziente Anwenden auf breiter Ebene analysiert, studiert und katheogrisiert – mit positiver Besetzung!

    • kahalla schreibt:

      Kleiner Literaturtipp am Rande: Die Massenpsychologie des Faschismus von W. Reich. Man muss nur ein paar Etiketten neu drucken aber das System stimmt immer noch.

    • kahalla schreibt:

      Und noch ein Literaturtipp, der noch viele weiter sozioanthropologische Wunder enthält.
      Gregory Bateson: Ökologie des Geistes (suhrkamp), aber auch andere Bücher von ihm.

      • oberham schreibt:

        Danke für die Hinweise – W. Reich habe ich schon was gelesen, Bateson – verflixt aber auch – noch nichts gelesen, klingt aber sehr interessant (Wiki-Bio…)

  5. DDR Bürger schreibt:

    Glück auf
    selbst so ein Ossi wie ich, sieht das so oder so ähnlich. Die Krux an der Sache ist, wie, womit und wo, dies der normalen Masse zu vermitteln?
    Stimmt, die armen Ossis haben ihre Revul. vergeigt und die jetzige Kasperle Twitter Jugend wird nicht mal mehr so was auf die Reihe bringen.(siehe Piraten Partei)
    Das 20 Jahre nach Roten-muß und 70 jahre nach Barunen-muß derartiger orangener-Demagogen-muß aufersteht ? Unter dem Deckmantel von Tolleranz und bla bla, ich kann` s nicht fassen. Da ist guter Rat und Tat teuer.
    Ich denk der radikale islamistische Mob wird den Stein ins Rollen Bringen und eine Schneise der Verwüstung, ähnlich des 2 WK hinterlassen. Dann geht das Spiel im 100 jährigen Reigen von vorn los. Oder der allmächtige lässt diesmal Mutter Natur zum Einsatz kommen?
    Zum glück wir Wissen es nicht. Aber die böse Vorahnung habe anscheind nicht nur ich.

    mfg der 3/4 alte Ossi

    • kahalla schreibt:

      Nicht nur du hast diese Vorahnung und falls es ein Trost ist, man muss nicht Ossi sein um Revolutionen zu vergeigen. Momentan ist sowieso die wahrscheinlichste Variante eine neue Eiszeit in Europa, gerade weil unser staatliches Fernsehen so bemüht ist zwischen der Frühlingskälte und dem Klimawandel keinen Zusammenhang zu sehen. in diesem Falle würden wir sowieso zum eisigen Hinterhof der Welt und mangels Rohstoffen sowas von uninteressant für die Geldmafia, dass man hier ein Trapperleben führen könnte ohne von ihnen all zu oft belästigt zu werden. Höchstens mal ein paar Armeemanöver, bzw. Echtzeit- und Echttodsimulationen des allierten Drohnenparks würden alle paar Jahre für Verzweiflung und Wut sorgen. offiziell wären wir Eisbärenschutzgebiet, da deren alte Heimat inzwischen völlig abgesoffen ist.
      Die augenblickliche Krise in unserem Land erkennt man daran, dass immer mehr Firmen ihr Geld mit ihrer Unfähigkeit verdienen und immer weniger mit ihrer Kompetenz.
      Egal ob Flughafenbauer oder U-Bahnhofbauer, die mal eben die Tieferlegung ihrer Gleise „vergessen“. Glaub mir DDR Bürger, weder du noch ich sind die Dümmsten im Lande. Ungeheuerliches geht auf diesem Planeten ab. Da verkauft ein Dorfbürgermeister irgendwo in Südamerika die Wasserrechte der dorfeigenen Quelle an Nestle und handelt geschickt aus, dass die Dörfler nun ihr eigenes Wasser aus Flaschen trinken dürfen. Alles klatscht Applaus, und zwar so lange bis die Dörfler ihre Gärten und Felder bewässern müssen weil der Himmel gerade keinen Regen her gibt.
      Gärten und Felder verdorren, während sich Nestle an saublöden Europäern mit Wasser in Plastikflaschen eine goldene Nase verdient. Alleine diese Geschichte enthält so viel Blödheit, dass weder im guten alten Schilda, noch in der ganzen DDR so viel Platz dafür gewesen wäre. „Unsere“ Regierung bereitet gerade Gesetze vor, die es ihr erlaubt uns, also „Ihr“ Volk mit Drohnen zu überwachen. Da gleichzeitig auch der Einsatz der Bundeswehr im Inland, also gegen die eigenen Bürger vorbereitet wird, sollten wir als Volk erkennen, dass unsere Regierung unser Feind ist und einen Eroberungskrieg uns gegenüber plant. Tut das jemand? Keiner merkt was. Diese Trottellummen im Berliner Regierungsviertel denken anscheinend das Volk ist das Problem und wenn man das Volk ausradiert hat man kein Problem mehr. Unser Polizei ist darauf gedrillt Schlipsträger in teuren Autos gegen alles was nicht diese Insignien der Ausbeuter mit sich führt zu beschützen. Die Polizei wundert sich immer wieso sie in der Bevölkerung so unbeliebt ist. Sie sollte sich vielleicht mal überlegen, was sie diesem Volk, das sie doch schützen soll täglich im Auftrag fadenscheiniger Beamter antut. da die Polizei aber organisiert ist wie eine Mördertruppe, also darauf ausgerichtet, Befehle zu befolgen ohne nach zu denken, ist der Argwohn der Bevölkerung durchaus gerechtfertigt. „Unsere“ Geheimdienste, die sich als Gärtner einer braunen Renaissance betätigen gehören sämtlich verhaftet und eingesperrt. Tut die Polizei da was? Interessiert sich die Polizei etwa für den organisierten Betrug den „unsere“ Großbanken an den Bürgern unseres und auch anderer Länder andauernd begehen? Die Polizei begnügt sich damit, Raser zu blitzen
      und Anzeigen aufzunehmen. Hätte auch nur ein Polizist das Grundgesetz gelesen und dies als oberste Direktive dieses Staatswesens verinnerlicht, anstatt sich auf preussischen Gehorsam und die Feindbilder der BILD Zeitung drillen zu lassen, wäre dieser Staat vielleicht einer, der nicht jedem Scheißegal wäre. Ich will das organisierte Mobbing der „Sozialbehörden“ den Ärmsten gegenüber, nicht weiter erwähnen, weil es von den nicht Betroffenen keinen vom Sofa lockt. jedenfalls dauert die Bearbeitung eines Hartz IV Antrags etwa dreimal so lang wie eine Sonderzahlung in Höhe von einer halben Billion zur Bankenrettung. Einen solchen Staat gerecht zu nennen, wäre eine Ohrfeige für jeden wirklich gerechten Menschen.
      Wenn ich jetzt noch die neuesten Zahlen sehe aus denen hervor geht, dass sich die himmelschreiende Armut auf der ganzen Welt in etwa dem Ausmaß verschärft hat wie es nötig ist um den Reichen dieser Welt ihren „krisenbedingten“ Wachstumsschub (ihrer Konten natürlich) zu ermöglichen, bleibt nur noch eine Schussfolgerung: Neoliberalismus ist Massenmord aus niederen Beweggründen. Aber wie ein Wunder weder von der Polizei noch von der Justiz hierzulande verfolgt und geächtet.
      Daraus bleibt in Bezug auf die Dummheit der Menschheit nur noch eins zu folgern:
      Das größte Gebäude das die Menschheit je errichtet hat, ist nicht die chinesische Mauer, sondern der riesige Scheißhaufen den die Menschheit täglich um neue Schichten erhöht.

      • oberham schreibt:

        ups…. jetzt musstes Du es aber mal rauslassen – ich kenne das, tut beim Schreiben richtig gut – entspannt ungemein – das Gruselige – Du hast nirgends übertrieben (vielleicht mit deinem Klimatipp – mal sehen – wenn der Golfstrom nicht mehr strömt hast du auch hier nicht übertrieben….)
        Persönlich hoffe ich noch auf milde Winter – am schlimmsten trifft es ohnehin heute schon die ärmsten, jene denen wir unbedingt helfen müssten, doch wir streiten darum ob nicht der Milliardär dem Wohlstandsarmen vielleicht ein Euro im Monat mehr gönnt.

    • oberham schreibt:

      Ach, angesichts der nahenden Unbill, wird die Leichtigkeit des Seins doch gleich nochmal um etliches leichter – so sind wir heute praktisch schon schwerelos und gleiten hinaus in die Galaxi – …..

      • kahalla schreibt:

        …auch wenn das eher theoretische stolpern auf dem Weg des Lebens immer noch ein wenig weh tut.

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