Das Wort des Moments: Bescheidenheit!

Bei so viel Bescheidenheit, sollte man sich des Pareto-Prinzips, oder auch an Freud erinnern.

Der Mann trägt ja schon lange weiß, was da unter der Oberfläche treibt, das mag ich mir lieber nicht ausmalen.

Wir werden jetzt oft das Wort Bescheidenheit zu hören bekommen, die Lawine rollt ja ohnehin schon länger!

Vorderhand, bin ich da ganz ohne Eisberg 100%ig dafür – nur – ich fürchte die 0,1% und ihre vielleicht noch 10 % Funtionssklaven denken da vor allem an jene, die heute römisch dekadent mit ihren 6 Euro die Stunde bei einer meist völlig sinnlosen oder schlimmer noch entwürdigenden Arbeit ihre Tage fristen.

Übrigens das Pareto-Prinzip – wir könnten es so verstehen, dass der Exponent bezüglich der Verteilung von Wohlstand sich nochmal zu Gunsten von möglichst wenige möchten möglichst viel verändern dürfte.

Bescheidenheit bedeutet aber freiwilliger Verzicht auf Erreichbares – ergo – wohl über 80 % der Weltbevölkerung können gar nicht bescheiden sein, wer ums Überleben kämpft, findet nirgends einen Überfluss, auf den er freiwillig verzichten könnte.

Nein, wir saturierten, verbal sehr bescheidenen, unter der Oberfläche völlig verrotteten Allesraffer, echauffieren uns vielmehr über die ärmsten, wenn sie irgendwo die letzten Elefanten abknallen, weil ein reicher Chinese ganz bescheiden noch mehr Elfenbein möchte – oder auch der europäische Tourist nicht genügend Geld ins Land bringt und ansonsten zuhause die Luxuskarossen für den afrikanischen Despoten und seinen Clan zusammenbaut.

Der neue Papst wird nur eines bringen, noch mehr Verlogenheit. Wer sich zu all dem Pomp und all der Ungerechtigkeit noch den Mantel der Bescheidenheit überwirft, der treibt die Zynismus auf die Spitze des Eisbergs!

(ich hatte gestern hier mal ironisch kommentiert – die Kirche könnte tatsächlich zum Auslöser für Gerechtigkeit werden:

Programm:

Konzentration ihres Reichtums in einen Sozialfonds, der von den Spezialisten der Kurie nach ethischen, transparenten Kriterien verwaltet wird – ja – die gesamte Finanzstruktur wird öffentlich live – mit jeder Bewegung – ins Netz gestellt.

 

Einstellung sämtlicher Bezahlung der Kurie, dafür freie frugale Kost und Logis im Vatikan – Taschengeld für Heimfahren zu den Verwandten (mit Bus und Bahn – ok – statt Schiff die Touristenklasse im Flieger).

Natürlich wird auch die Kleidung gestellt – nur keine prunkvollen Überwürfe für etwas seltsam anmutende alte Männer in diesen Klamotten, sondern der schlichte graue Überwurf der Franziskaner.

Bescheidenheit – vorgelebt!

Man macht genau das, was man vorgibt zu tun, man lebt Askese und Transzendenz vor – bringt die Botschaft Jesu unters Volk – ganz unprätentiös, ganz im Sinne des Erfinders.

Die restlichen an den Vatikan angegliederten römisch-katholischen Filialen auf der Welt verfahren genauso.

Sprich Pfarrer und alles in der Hierarchie darüber erhält keine Bezahlung mehr – sondern wird bescheiden versorgt!

(Aus dem Sozialfonds)

Die Kirche wendet sämtliche Mittel die sie von ihren Sektenmitgliedern erhält für soziale Aufgaben auf, sie gewährt nur Arbeitsverträge über maximal 20 Stunden die Woche und bezahlt jedem 20 Euro die Stunde (auf die Kaufkraft des jeweiligen Landes bezogen – hier unser Land) – Menschen die freiwillig länger arbeiten möchten, dürfen das gerne tun.

Der Reichtum der Kirche heute dürfte locker ausreichen, um dies einige Dekaden gut durchzuziehen – vor allem wenn die Gläubigen die Aufgaben wie Altenpflege, Krankenhäuser, Kindergärten, Sozialstationen, Schulen, Beratungsstellen etc. etc. weiter als sinnvoll erachten, werden sie auch dafür das nötige weiter über ihre Steuern – da ja der Staat hier ohnehin fast immer 100% der Kosten trägt übernehmen – nur die Kirche wird dort nicht ihr Geschäft betreiben, sondern darauf achten, dass die Stellenpläne großzügig sind und die Beschäftigten bescheiden – eben für die 400 Euro die Woche ihre 20 Stunden ableisten – dürfte ja ein gutes Beschäftigungsprogramm im sozialen Bereich auslösen – tja – und die Beschäftigten selber würden auch freiwillig Bescheidenheit üben, da sie ja sicher andernorts auch 40 Stunden die Woche für 20 Euro aber unter wohl anderen Bedingungen arbeiten könnten.

So könnte der Funke vielleicht über die Gemeinschaft der Gläubigen auf den Rest der Menschen überspringen –

aber das ist eine witzige Utopie – nicht wahr –

aber das wäre Bescheidenheit.

Oder was versteht ihr unter Bescheidenheit?

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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4 Antworten zu Das Wort des Moments: Bescheidenheit!

  1. Michael schreibt:

    Zu, erstellt am 14.03.2013 :Bescheidenheit
    Sehr geehrter oberham,
    von mir bekommen Sie 100% Zustimmung !!! Ich habe mich daran verschlissen, hatte viele Pfarrer,
    als „Freunde“, diese hatten Bücher von, (uta ranke-heinemann, hans küng, dr. eugen drewermann,
    u.v.m.) im Regal und auch gelesen. Was sie besser lesen konnten (nach der „Wende“) waren
    Kontoauszüge und Rentenzahlung (Pension a.D.).
    Geben Sie es auf, es schont Ihre Nerven. Gegen Verblendeten….sehe ich keine Möglichkeit.

  2. Stephan schreibt:

    Bist du wirklich ein Einsiedler?

    • Stephan schreibt:

      Das ist Teil II des gleichen Kommentars, keine Antwort: Die RKK kann und wird sich nie aendern. Warum hast du in deinem Spiegel-Kommentar der „faschistische“ Jesuit geschrieben?

      • oberham schreibt:

        … das faschistisch bezieht sich auf die Argentinische Junta, auf seine erzkonservative, rassistische und auch Minderheiten mißachtende Einstellung.
        Wir alle werden den Herren noch besser kennenlernen, vor allem die hoffenden und gläubigen Mitglieder der RKK dürften – sofern sie keine kalkulierenden, sondern mitfühlende, menschliche Wesen sind, von diesem Menschen noch etliches an Enttäuschungen erleben.

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