Das S21 X-Dekaden-Happening

Das ewige Murren über S21 wäre gar nicht nötig, man muss schlicht nur die Pläne etwas betrachten, so könnte man erkennen, dieser Bahnhof geht niemals in Betrieb.

Das wurde für die Interessierten bei der Schlichtung klar – wie verwunderlich waren doch die „Informationen“ seitens der Bahn – bezüglich des „bestgeplanten“ Großprojekts – falsch, falscher – lächerlich – so könnte man hier steigern.

Die Gegner von S21 haben inzwischen noch wesentlich mehr Material zusammengetragen, wer redet vom Rampenbahnhof – niemand – nur man weiß es von Beginn an, wer redet vom Brandschutz – ok – ab und zu mal ein kurzer Artikel – aber dass das Problem nicht in den Griff zu bekommen ist – das wissen die Verantwortlichen seit jeher (sie sind ja keine Analphabeten sondern schlicht korrupte und gewissenlose Kriminelle, welche das Projekt an sich kein Jota juckt – nach uns die Grube sagt Grube – lieg ja ohnehin längst im Loch bis die nächsten Generationen konstatieren, tja die waren damals ganz schön dreist, die Jungs – aber unsere Väter haben ja nur mit Trillerpfeifen den Mappusen, Gönners etc. den Marsch in diverse Vorstandsetagen und den anderen sogar erst einmal Jubelschreie und Freudengetriller – entgegengetrillert – von den Bahnverbrechern hat man selten was gesehen, die Kanzlerin war auch mal zum Betrillertwerden erschienen, fand das aber nicht schick – kam nicht mehr wieder.

Nehmen wir es als Happening der Kleptokratie, als Installation, als Performance des schlechten Willens der „Eliten“ in unserem Land und als Beispiel wie sich doch ein großer Teil der Bürger mit Bratislava blenden lässt.

In zehn Jahren kommt vielleicht einmal ein Bericht mit einer Aufstellung über die ca. 3 Milliarden Beratungs- Planungs.- und Projektleitungskosten – vielleicht wird man die Gegner von S21 dann verklagen, ihr penetrantes Dagegensein, hätte diese exorbitanten Mehrplanungsleitungssonstwaskosten verursacht – das Verfahren wird zügig abgewickelt – einige Querulanten ruiniert und die BILD-Zeitung dürfte dann wohl jubeln, „die Schuldigen wurden zur Rechenschaft gezogen“ – nur in zehn Jahren – mir schwant, soweit kommt es wohl gar nicht.

Nicht wegen des Endlosprojekts – nach Grube wird ein neuer Bahnvorstand – nach den Herren und Damen a-z werden andere Damen und Herren a-z – auch ihre Zusatzvergütungen an dem Umverteilungsloch ausgraben wollen – nein – es könnte sein die Zeiten werden so düster, dass es auch über dem Loch dunkel wird.

Auf dass möglichst wenig Arbeiter in den Löchern verschüttet werden und irgendwann die LBBW in die Grube stürzt – als krönender Höhepunkt der versammelten Gier unserer Politokraten und Apparatschiks – vielleicht wird eines Tages sogar ein Urteil bezüglich der heute schon bestehenden zahlreichen Klagen gesprochen, von einem greisen Richter am Tag bevor er in den Ruhestand geht.

Aber, wie getippt, ich fürchte die Ereignisse werden S21 überholen, es gibt noch viel düsterere Schatten, die sich hinter unseren Rücken erheben …… es stimmt wehmütig, wenn man bedenkt, dass es ein Loch ist, das man aushebt.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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3 Antworten zu Das S21 X-Dekaden-Happening

  1. kahalla schreibt:

    Wie unverschämt das das Zockerkonsortium nun bauen will, obwohl der Schwachsinn erwiesen ist und die renitente Stadt und Land per Gericht dazu verdonnern wollen die Mehrkosten mit zu zahlen. hat der Bürgermeister in seiner Stadt ein Hausrecht und kann er das Gesindel nicht einfach raus schmeißen? Oder die mieten für zum Betrieb der Baustelle nötige Flächen in Anbetracht der tollen Lage an einem Jahrhundertbauwerk in exorbitante Höhen treiben, so dass die Bundeseigenen Bagger der Stadt das Säckel vergolden? Keine Ahnung, aber wenn Stadt und Land kreativ würden, müsste die Bahn doch kapitulieren.

    • oberham schreibt:

      Ich kann da noch einen Link http://www.flaneursalon.de/de/depeschen.php?sel=20130226
      empfehlen. Darin werden die Wurzeln des Happenings erläutert.
      (So kreativ sind die Betonfuzzis nicht – in Spanien bauen sie die Flughäfen in die Wüste und danach lassen sie sie wieder verfallen – warum – weil kein Mensch die Teile brauchte!)
      In Deutschland wäre im Osten doch einiges möglich gewesen – nicht nur Einkaufscentren im Dutzend die wieder verfallen – man hätte auch x- Tiefbahnhöfe bauen können – nur – man glaubte wohl dem Michel was vorspielen zu müssen.
      Jetzt spielt man eben mitten in Stuttgart…………….)

  2. Pingback: Vor über drei Jahren…. | oberham

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