Alles für einen und die Welt ist gerettet! Oder?

Da wir niemals eine globale Weltgemeinschaft ohne Hunger und Elend, niemals Frieden und niemals einen gesunden Egoismus, sondern immer kranke Gier und kranken Egoismus als Homo Sapiens auf diesem Planeten zelebrieren werden, schlage ich die ultimative Rettung unserer Art im Sinne der Drohnenpopulation vor.

Oder sind die maßgeblichen Zeitgenossen ohnehin längst dabei, diese Idee umzusetzen?

Drohnen und eine Königin – dabei vielleicht noch mehrere Bienenmenschenvölker?

Die Menschen träumen alle vom Königinnenleben, dabei hat die es doch auch nicht gerade schön – vor allem denkt man an ihr Ende.

Cut – was hat das Kind auf dem Holzbrett – ohne Beine – in Bagdad, oder Kabul gemein mit dem Harvard-Absolventen, der seinen leuchtenden Geist eine Rechner zur Verfügung stellt, welcher nichts weiter leistet, als Koeffizienten und Algorithmen auszuführen, mit dem einzigen Ziel Geld umzuverteilen – weg von der Masse hin zu einem einzigen Gewinner!

Dafür, dass er die arbeitenden Menschen beraubt, wird der erfolgreiche Mensch mit Millionen – Boni belohnt, am Ende glaubt er wohl wirklich er sei etwas anderes, etwas mehrwertiges, – bis er vielleicht nach einigen Dekaden erkennt wie wahnsinnig er war – nur – dann kann er die Uhr nicht zurückdrehen, vor allem der kann dem Kind nicht seine Beine zurückgeben, auch die tollsten Prothesen – so er sie ihm einst kaufen sollte – ersetzen nicht gesunde Beine.

Wir als Kollektiv sind dabei uns die Gliedmaßen langsam freiwillig zu amputieren, vor allem das Gehirn, das Denken schlechthin, lassen wir uns abkaufen, für einen Euro oder für einige Millionen.

Jene die wir wählen – die lassen sich nur wählen, damit sie mehr Euronen für ihre Neuronen einsacken dürfen – damit sie sich optimiert durch die Zukunft bewegen.

Cut!

Die 1:12 Initiative – das kommt Vorschlägen nahe, die schon in den 80er Jahren in der alternativen Szene und auch ähnlich zu Zeiten der 68 kursierten.

Wobei man damals vor allem im öffentlichen Sektor maximal das Fünffache für die Spitzenverdiener und für Politiker den Durchschnitt (arithmetisch oder median – das entsprechend niedrigere Sümmchen) gefordert hat – ohne Nebenverdienste – die Unkosten rational und jährlich gegen Nachweis budgetiert.

Wir befinden uns am Scheideweg. Die Mandatsträger und Wahlbeamten sind mit Gehältern die teils nur im niederen dreistelligen Bereich angesiedelt sind unzufrieden – sie verdienen teils mehr als das zehnfache nebenbei dazu und niemand denkt ernsthaft daran, dass es sich hier um offene Korruption handelt (z.B. Fall Steinbrück) – die Managerkaste hat völlig abgehoben und die Bankster sind inzwischen tatsächlich als Gruppe im Billionenbereich angelangt was das schamlose absolut leistungslose – ja verbrecherische, d.h. andere übelst schädigende, Abschöpfen betrifft.

Wir haben in demokratischen Staaten als Wahlvolk immer noch die Macht in der Hand, die Schweizer haben mir bewiesen, dass sie propagandistischen Kampagnen u.U. widerstehen und ebenso die Italiener (das M5S hatte kaum Unterstützung durch die Medien).

Ergo – wir müssten zuerst die Politik weg vom Mammonpfad, hin zur rationalen, vernünftigen Gesellschaftsorganisation führen – sprich – wie schaffe ich es, den Menschen friedlich, sicher (frei von Hunger und Elend) und vor allem nachhaltig eine Zukunft zu ermöglichen – im Kontext mit den anderen Staaten – mit dem Ziel einer globalen einheitlichen Strategie, die nicht grenzenlosen Reichtum sondern Gerechtigkeit und Grundversorgung sowie ökologische Konsistenz in den Mittelpunkt allen Handelns und Denkens stellt.

Momentan gilt – Maximierung der Partikularinteressen ohne Rücksicht auf die Zukunftsfähigkeit des derzeitigen Ökosystems.

Die Eliten der Welt denken tatsächlich extrem primitiv, zumindest handeln sie entsprechend – Menschen die differenzieren sind im Dilemma der täglichen Lebensorganisation gefangen, dass ihnen teils die stupiden Handlungsmuster aufzwingt, wer ausbricht ist automatisch tot, oder völlig am Rand der Gesellschaft.

In gesicherter Obhut einer Professur, oder als erfolgreich publizierender Autor seine Gedanken ausbreiten zu dürfen, dabei kritisch und sehr reflektiert als Gelehrter, Kabarettist oder Publizist inmitten der Wahnsinnigen zu schwimmen, dass korrumpiert in den Augen der Armen und der sich ausgrenzenden die Gedanken dieser Menschen – sie sind wahr, doch sie erscheinen unglaubwürdig.

Doch spricht man mit den Eremiten dieser Welt, so gibt es wohl Millionen, die keinesfalls weniger klug über die Dinge reflektieren als ein Sandel, ein Krymanski oder Flassbeck, Schirrmacher, wie auch immer die Krugmänner dieser Erde heißen mögen.

Nur – würden all diese hellen Köpfe ihre Eitelkeit überwinden, ostentativ hinuntersteigen in die Elendszonen, dort ihre Zelte aufschlagen und den Multiplikatoren der Propagandaindustrie in die Kameras und Mikrophone plärren, hört auf Masken zu tragen und lehnt Euch gegen Eure Herren auf – helft den Menschen mit Wahrheit und tragt unsere Botschaft aus den Sums in die Vorstadtsiedlungen, dort wo die funktionalen Sklaven wohlbehütet dem Irrsinn dienen, wohlwissend, dass sie es nicht richtig tun, dass es sich falsch anfühlt, dass die Prozesse krank sind, dann hätte wohl der abgehobene Milliardärsadel die längste Zeit sein Spiel erfolgreich gestaltet.

Ich drücke den Schweizern die Daumen für 1:12 – im öffentlichen Bereich schlage ich vor, die 12 mal den Grundversorgungssatz für die Arbeitslosen anzusetzen – d.h. ein Mandatsträger in Deutschland erhielte maximal ca. 5000 Euro – da er ja ohnehin Mobilität gratis erhält – einen Wohnzuschuss von 500,– Euro im Monat sei ihm gegönnt.

Könnte man nicht gut damit leben, würden die erfolgreichen Künstler und Profisportler nur gut 200.000 Euro im Jahr verdienen? (man könnte gerade jenen die nicht lange aktiv sein können – entsprechende Altersrenten zusichern – d.h. der Fußballer erhält lebenslang die entsprechende Kaufkraft – oder auch im Verletzungsfall )

Es gibt etliche Sportarten, die honorieren ebenso außergewöhnliches Talent nicht annähernd mit 200.000 Euro im Jahr! Muss das Leben ein extremes Glücksspiel bleiben? Fleiß, Ausdauer, Disziplin, die braucht ein hungerndes junges Leben in Afrika – bringt diese Leben nicht den nötige Kraft auf, verhungert es, mit dem gleichen Fleiß, der gleichen Ausdauer und Disziplin kann ein Kind, gekommen aus dem Körper einer Millionärsmutter aus kultivierten, hochgebildeten Kreisen alles im Leben erreichen, wird dafür angesehen und gewürdigt, ihm wird zugestanden, dass es sich wie ein Fürst bewegt und man blickt ihm bewundernd nach.

Ob es nun ein Manager bei Goldman-Sachs wird, oder ein etablierter Künstler, dieses Leben hat schlicht Glück gehabt! Ist es schnöder Neid, reflektiert man von dem Fontainbleau Absolventen zum Slumkind, von der Mutter die sich mit ihren Freundinnen täglich im Riz trifft hin zu den Müttern in einem Flüchtlingslager in Somalia?

Wir müssen nicht wie graue Mäuse über die Erde laufen – wenn wir nichts ändern werden wirklich bald noch mehr Milliarden im Elend genau dies tun – nirgends ist die Gleichheit konsistenter wie in der größten Armut!

Die größte Vielfalt gibt es dort, wo weder exorbitante Armut noch exorbitanter Reichtum herrscht. Auch bei den Milliardären sind die Riten uniform und das Geprotze ist dekadent und phantasielos.

Schauen wir uns die Parlamentarier an, die Banker, die Manager – graue Mäuse – wenn auch nicht in Lumpen, sondern in Boss-Klamotten.

Die geistige Armut kriecht wie Mehltau über die Gedanken der Menschen, desto mehr sie vom Geld abhängen!

Es gäbe sehr gute Wege den Menschen die exorbitante Talente haben – etwas Sicherheit aufzudrängen und ihnen dafür etwas extreme materielle Übermäßigkeit wegzunehmen – nur – wie ich im ersten Text anführte, ich befürchte die Gesellschaft ist einfach noch nicht so weit – sie träumt den Millionärstraum – und stellt ihn weit über den Friedenstraum.

Die Populisten von der Mammonfront haben es leicht, die Stimmen der Vernunft als naive Parolenplärrer hinzustellen.

Dabei wären wir binnen kürzester Zeit in der Lage die Welt in eine wunderbare zu transformieren.

Heute in den Schlagzeilen – China erhöht die Militärausgaben um 10% – wofür brauche ich Waffen?

Richtig – für die Unvernunft!

 

Traurig am Rand des Lebens stehend –

… wenn wir im Spätherbst des Lebens erkennen, dass uns in der Kindheit der Lebenssinn abhanden kam, werden wir wohl traurig mit gebeugten Schultern, bestaubt und welk wie kranke Blätter, in einer dunklen Nacht, ganz ohne Wind zu Boden gehn.

Wir glotzen solange wir kraft- und mutstrotzend durch die Zeit sprießen wohl überwiegend in die falsche Richtung – nur – wer glaubt schon den Greisen, vor allem wer glaubt dem unbekannten Lebenswandler, der welk am Rand steht.

 

 

 


 

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu Alles für einen und die Welt ist gerettet! Oder?

  1. Joe C. schreibt:

    „Wer glaubt schon dem unbekannten Einsiedler, der welk am Rand…“ :(.

    ICH! 🙂 Und sicher bald noch viele mehr. Ich hoffe, dass es dann für eine Umkehr bzw. den Blick in die Gegenrichtung noch reicht…

  2. oberham schreibt:

    Freut mich sehr Joe C.; beim neuen Durchlesen hab ich doch glatt etliche Formfehler entdeckt, doch inhaltlich würde ich heute keine Zeile anders schreiben – (vielleicht statt steht – liegt – als letztes Wort – ein welkes stehendes Blatt, hat aber andererseits auch was, zumal es ja spricht und mahnend spricht – als wäre dies alles eine Pflanzenfabel (gibt’s hier übrigens auch zu lesen – über Zypern)……

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