Zwei Naschbonbons für´s gehobene Publikum.

Am besten funktioniert die Umverteilung ja in der Kultur.  Bei Funk und TV – ab 2013 mit Zwangshaushaltsabgabe für die Volkspropagandaverblödung und Millionenbeträge für Exklusivrehapatienten – bzw. deren gesunde männliche Betreuer – das beste Betreuungsgeld Deutschlands denke ich (zumindest aus öffentlichen Kassen ..).

Am allerallerallerbesten bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth!

Dort beträgt der öffentliche Anteil der Kosten zwar nur etwa 40 % (im Gegensatz zu etwa 80% bei der bayerischen Staatsoper) – doch die Stizplätze sind dafür mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mit unerwünschten Menschen aus dem Prekariat besetzt. (Zumal die Atmosphäre dort wohl jeden normalen Menschen dermaßen mit Brechreiz quälen würde, dass er zu keinerlei Rezeption der Musik Wagner im Stande wäre)

So wird das Pärchen aus Grünwald, welches sich ein Kozert-Abo in der ersten Reihe gönnt, sofern es dieses nicht ohnehin gratis aus der Staatskanzlei erhält, oder vom Kultusministerium, sprich es profan die Billets kaufen muss, mit etwa 4000 Euro subventioniert. Gut – wo kämen wir da hin, würden die teuersten Plätze auch so richtig teuer! … und es gibt in der Tat erschwingliche Preise für weniger betuchte Menschen – erstaunlicherweise sind aber Karten für die Staatsoper extrem schwer zu bekommen – nur die Führungen, die sind leicht erhältlich! (Zu 6 Euro – man darf sagen, hier ist man kein Subventionsprofiteur….).

Aber nun ein neues Kapitel, ein Milliardenschweres, ja ein generöses Geschenk an die hart arbeitenden Leistungsträger unserer Gesellschaft, jenen Menschen, die uns, den Prekariern das Überleben ermöglichen, jenen Menschen die wir – leider – oftmals so beneiden.

Ich muss das sagen, würden wir sie nicht beneiden, wir wären alle um ein vielfaches glücklicher und vor allem – wir würden uns nicht ärgern – ich würde diese doofen Zeilen nicht schreiben – kurz das Leben wäre schöner – viel schöner – nur – es wurmt mich eben immer und immer wieder, dass ich z.b. nicht in ein klassisches Konzert gehen kann, obschon ich das so gerne tun würde – einfach, weil ich gar nicht dorthin komme.

Ich kan meinen Wagner nur aus der Konserve genießen, genauso Bach und Mozart, Beethoven und Schubert, nun den – zumindest aus der Konserve.

Was jetzt kommt betrifft mich nicht persönlich – die reichen die ich kenne, beschäftigen Lohnsklaven aus dem Osten – illegal – hm…. – das Betreuungsgeld werden sie auch nicht mehr kassieren können – es sei denn, einer der alten Säcke holt sich nochmal ein Jungtier und schwängert es – dann gibts die Kohle – den in eine KiTa gehen dessen Kinder sicher nicht.

Natürlich das sind Ausnahmefälle, trotzdem – es ist relevant wer wirklich von den ganzen Abgaben der Allgemeinheit profitiert!

Persönlich den größten Profit dürften wohl die Edelpolitprofis mit x-Nebenjobs (die sie dank ihres Mandats erhalten) plus Altersluxusversorgung plus extrem „nobler“ Anschlussverwendung erschleichen.

Am Stammtisch zwar oft zerrissen, bei natürlicher Erscheinung aber mit glänzenden Untertanenaugen begafft und beklatscht, schweben diese Menschen über die Massen hinweg und haben dabei leider noch die Macht, den Gang der Dinge zu beeinflussen.

Allerdings verbal getreten wird die angeblich saufende, schmarotzende Hartz IV Bedarfsgemeinschaft – eine dekadente – spätrömische Erscheinung – faul, träge und verschwenderisch, genießen jene das Leben zu Lasten der hart arbeitenden Bevölkerungsschichten.

Mit ihrer unangenehmen, zeckenhaften Verhaltensweise saugen uns diese arbeitsscheuen Individuen die Kraft aus dem „Volkskörper“ – ja – sie sind es, die uns ruinieren!

Uns, die wir täglich um 5:30 aus dem Bett steigen, uns duschen, uns die Zähne putzen, uns schnell ein Brot und Kaffee genehmigen, dann rauf aufs Fahrrad -hin zur S-Bahn – rein in die S-Bahn, nach 30 Minuten Umsteigen – U-Bahn-Bus-Tram oder per Pedes – angekommen – acht Stunden – Arbeit – wieder zurück…..

Damit das mit dem Wohnen klappt, damit man sich die Monatskarte kaufen kann, damit man vielleicht in Urlaub fahren kann, arbeiten Frau und Mann.

Tja wir sind Menschen, es kommt ein Kind zur Welt – man hat einen Anspruch auf einen KiTa Platz, oh wie schön – ach leider – kein Platz mehr – sehen sie sich woanders um….

umsehen, umsehen, umsehen …. nichts erhalten und nun?

Hm…. beide verdienen 2200 netto – Miete, Kosten um zur Arbeit überhautpt hinzukommen, Nahrung – darf ich mir einmal im Monat einen Restaurantbesuch leisten? Oder gar Theater? (könnte ich einmal von den Subventionen profitieren……)

AAAAAber es gibt ja das Betreuungsgeld!

Also wer die Betreuung selber „managt“, er erhält monatlich etwa 150,– Euro!

Eine Gruppe freut sich – die Abbobestizer – ja – die gehen beide in die „Arbeit“ – verdienen statt 2.200 netto sicher mehr als 22.000,– und zahlen wahrscheinlich keine Miete – bzw. wenn dann an ihre Eltern oder Großeltern.

Vor allem sie sind ja so bedürftig, sie bedürfen vor allen anderen einer kleinen Rückerstattung ihrer hohen Steuerzahlungen.

Ich kann hier nichts beweisen – leider – dazu bräuchte ich eine exemplarische Steuererklärung plus Steuerbescheid für so eine Musterfamilie – nur ich behaupte – die ambitioniertesten unter den Top-Verdienern sehen auch als nicht öffentlich allimentierte Top-Beamte oder Politiker ein Jahresplus in ihrer Gemeinleistungsbilanz.

Was passiert nun mit der JungFamilie einfacherer materieller Konsistenz?

Also kein KiTa Platz, für 150,– Euro im Monat eine Nanny? – schwer möglich – bleiben die Großeltern – letzter Rettungsanker – oder Tagesmütter – die sollen ja die Lücke schließen – oder wir geben das Kind 2013 in eine Einrichtung, die KiTa genannt wird, aber eine Zwangsbeschäftigungsanstalt für weibliche hochqualifizierte 1Euro Hartzer ist?

Also im Falle Großeltern, mag man sagen, die 150 Euro könnten einen gewissen Sinn machen.

Man könnte auch sagen es macht Sinn wenn Eltern sich die Erziehungsarbeit in den ersten drei Jahren wirklich teilen und das Kind Zuhause aufwächst – nur – wer von den normalen Arbeiterfamilien kann sich das leisten?

Bei den akademischen Jungkarrieristen könnte der Tritt aufs Bremspedal fatale Folgen für die spätere Laufbahn haben – auch höchst problematisch -wobei ich dieses Argument ohnehin nur mit meinem persönlichem Achselzucken bedenke – da hier das Grundübel unserer ganzen Gesellschaft offensichtlich wird – bevor wir irgend etwas zu sein haben,Nhaben wir vor allen Dingen Funktionssklaven zu sein – und zwar nicht als Eltern, sondern als nützliches Humankapital!!!

Wenn ich mir einen Fachidioten gezüchtet habe, dann soll der auch gut funktionieren und seine Zeit nicht mit Blödsinn wie Kindererziehung verplempern!

Struuuuuunz…. mir fällt gerade Struuuuuunz ein –

(ich bin ja kein Profi – meine Schreibe ist kindisch, tippfehlerdurchsetzt, unredigiert – ich drücke nachher garantiert ohne Durchlesen auf -Senden-, ja die ganzen orthographischen Regeln – etc. etc. etc. —-)

aber der Trainer in meinem Kopf sagt: …. ich habe noch nicht fertig!

Hier eine kleine Rochade:

In den besseren Kreisen (man möge jetzt nicht anfangen diese Bedeutung zu hinterfragen) hört man oft – die ganze Hartz IV Schmarotzerbande erhält diese 150,– Euro zu Recht nicht noch zustäzlich zu ihren ganzen tollen Allimenten – sie würde das Geld ohnehin niemals den Kindern zukommen lassen, bestenfalls Leichtmetallfelgen kaufen – oder eben Spirituosen.

Als Verschwörungstheoretiker kam mir da mangelnde Lobbyarbeit der etsprechenden Hersteller in den Sinn – warum lassen die zu , dass Versicherungskonzerne jetzt für nix 60 Euro pro Pflegepolice mit Überraschungsleistung erhalten – uns aber die Quelle Betreuungsgeld via Umleitung Hartz IV vorenhalten wird?

Bis ich weiter überlegte…. – grummmel grummmel knirsch knirsch – (ja in meinem Hirn ist viel Sand – die intellektuell beschenkten Leser mögen es mir verzeihen – übrigens Danke falls sie bis hierher gelesen haben…..) dann der Geistesblitz:

Eine Flasche Röderer Magnum kostet etwa 2000 Euro (ok kann auch für 1500 rüberwachsen…. bitte jetzt nicht kleinlich werden….) – das macht 2000 Flaschen Bier…

Mensch Otto – diese Bazis von der Spirituosenlobby – die Reichen Bonzen kaufen jetzt zur Feier des Babies einfach eine Flasche Roederer Magnum mehr – die zahlt ja der Staat!!!!

… womit bewiesen wäre – die Akteure haben ihr Bestes gegeben – ein großes Naschbonbon für junge reiche Familien (übrigens die Nanny wird umgewidmet in Haushaltshilfe – da geht noch was über die Steuererklärung!!!) und ein kleines Naschbonbon für Maschmeyers Nachfolger und die Drückersoldaten in den Banken und Versicherungsfilialen – wir sind schon ein tolles lustiges Volk – vor allem weil am Ende die These mit den versoffenen Schmarotzern nur soooooo wahr ist!!!

Anmerkung: Kann mir einer mal schildern was mit Leuten die in Zwangsmaßnahmen zur Eingliederung passiert, wenn sie wegen des Kindes Zuhaus bleiben – werden die dann auf Null sankioniert – erhalten aber als Trost das Betruungsgeld – oder gar nix mehr – und – wer zahlt die Kosten – so Menschen die sich keine Anwälte leisten können, versuchen ihren Rechtsanspruch auch durchzusetzen ????

Ich würde mich über Kommentare freuen, die mich widerlegen…. die mir die Dummheit meiner Gedanken möglichst plausibel erklären…. die mir vor allem schildern, warum das sogenannte Bildungsbürgertum so zynisch ist……………????

(…ist es so schön die Mistgabeln ständig zu kitzeln?)

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2 Antworten zu Zwei Naschbonbons für´s gehobene Publikum.

  1. PU schreibt:

    Ist es nicht!

    Mei, was soll man da noch sagen? Der allerletzter Satz bringt alles an Wortschatz, was Sie zur Beantwortung Ihrer im gleichen Absatz gestellten Frage benötigen. Sie müssen die Wörter nur etwas anders arrangieren:
    Das Bildungsbürgertum selbst wird sich nicht plausibel erklären können, warum es so zynisch sein soll. Es begreift nicht einmal, das es zynisch ist. Es ist schlicht die Dummheit, (die Sie – wie ich meine – zu unrecht bei sich selbst vermuten), die es daran hindert. Ergo: Die Bildung versagt ihren Dienst. Und das lässt Menschen, von denen man zunächst anderes erwarten würde, zynischer wirken, als diese von sich aus je sein könnten. Wenn Sie aber unterstellen, dass das Bildungsbürgertum ein Ungebildetes ist, verdampft der von ihnen vermutete Zynismus im Nu wie ein Schneemann in der Sahara (tagsüber, wohlgemerkt). Überbleiben tut nur die pure Dummheit. Und die tut weh. Und dann klammert man sich ab und an mit viel Hoffnung verbunden an diesen Strohhalm, der sich in der Form Ihrer Frage gen Himmel streckt. Und dann beginnt man als Mensch mit Verstand (diesen auf keinen Fall mit dem Bildungsbürger verwechseln) zu glauben, dass der Erträglichere der Zynische sei und man stellt fest: Ich lebe lieber unter Zynikern als unter Blöden.

    • DDR Bürger schreibt:

      Pihlosoph Gramski sagt: Wenn die herrschende Klasse dümmer wird als die Beherrschten, dann ist Gefahr in Verzug. Den Punkt haben wir, glaube ich, überschritten.
      DDR Bürger

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