Das Misanthropenfraktal

In den 90ern war das Apfelmännchen ein Star, im Film-Funk-Print Infomeer schwamm es wie ein mittelgroßer Fisch umher.

Zu jener Zeit war ich ein Vollfunktionsidiot, ja, ich hatte doch glatt mit andern die Idee, das Apfelmännchen in den Kontext finanzmathematischer Überlegungen zu stellen.

Könnte man vielleicht im Chaos menschlicher Entscheidungsprozesse Mengen identifizieren, die bestimmten Mustern, Regeln zuzuordnen wären?

Wir waren nicht die einzigen, heute funktionieren die Ultraspeedsysteme der kaptialfaschistischen Slotmaschinen mehr oder weniger nach diesem Prinzip, ein Heer von Naturwissenschaftlern – mit hohen Kosten – von der Allgemeinheit ausgebildet an den „besten“ Universitäten dieser Welt arbeitet daran, sie ständig zu „perfektionieren“ – dabei merken diese Fachtrottel nicht, dass sie inzwischen nichts weiter tun als einen fatalen völlig destruktiven Wettbewerb im Ersinnen von Scheinsymmetrien am Laufen zu halten.

Es ist sehr viel über die Zusammenhänge biochemischer, bioelektrischer Vorgänge im neuronalen Komplex des menschlichen Gehirns bekannt, zumindest gibt es einige Tendenzen, die wenig Anlaß zu Optimismus, was die soziale Entwicklung unserer Spezies betrifft, geben.

Da kommt mir wieder das Apfelmännchen in den Sinn, ist es nicht eine geradezu perfekte Abbildung einer sozialen, globalen Verteilungskurve menschlicher Einkommen?

Stellt man das Apfelmännchen mit der Spitze nach Oben, so kann man interpretieren –

praktisch die gesamte Menschheit verfügt über extrem wenig Einkommen – eine dünne sich ins extreme ziehende Spitze über extrem hohes Einkommen.

Stellt man das Apfelmännchen auf seine Spitze, könnte man die Verteilung nach Summe interpretieren – Oben konzentriert sich praktisch das gesamte Einkommen, unten bleibt praktisch nichts mehr – trotzdem müssen dieses gegen Nichts tendierende Einkommen sich fast alle Menschen teilen.

Man könnte das Apfelmännchen auch als Misanthropenfraktal bezeichnen, setzt man es in Zusammenhang mit Entscheidungsprozessen der dazu fähigen Menschen.

Nun – vielleicht gibt es auch Philanthropen – deren Interpretation würde mich interessieren! (In Bezug auf menschliche Entscheidungsprozesse…)

Man sollte jetzt nicht auf eine Generation abzielen – ok – dort wo die meiste geistige Leistungskraft investiert wird, geht es um Millisekunden – und es ist nachweisbar, dass die größten Einkommen in den Bereichen kummulieren, wo für die Menschen als ganzes praktisch keinerlei positive Leistung erbracht wird!

Wobei wir schon wieder bei einer Analogie angekommen sind – die zeitliche Relevanz!

Das Apfelmännchen ist in der zweiten Dekade dieses Jahrtausends schon wieder obsolet, die Strukturen werden immer komplexer, man versucht die Sinne zu überwinden und über mathematisch-kybernetische Systeme neue Dimensionen zumindest Gedanklich fassen zu können, vielleicht in der Hoffnung die real existierende Dummheit endlich zu besiegen.

Betrachtet man jedoch die Realität, so scheint mir eines ganz sicher – die Misanthropen haben das Steuer fest in ihrer Hand, die biochemischen Mixturen sind fatal, die Evolution hat sich schlicht verkocht – die Suppe stinkt und scheinen im Seepferdchenspektrum auch noch so geniale Geister auf, sie haben mit der Spitze und mit der dunklen Masse nichts gemein – sie sind letztlich Irrtümer der Natur – im Summenpol der Spezies.

Im Summenpol des Ganzen, würde ich wohl meinen, sind wir nicht mehr als eine versalzene Suppe, die im Kanal entsorgt wird – hinweggespült von der Köchin – Frauen mögen mir verzeihn – das schrieb ich nur weil wir das die vor Evolution setzen.

Es gibt die These, die Gier sei das Salz in der Suppe – sozusagen, sie erst gibt dem Menschen den Geschmack am Leben – stimmt – nur eben leider – total versalzen.

Im Übrigen auch Affen töten untereinander, auch Affen jagen um Netztwerke zu pflegen, nicht wegen der Beute als Nahrung!

Die Treibjagden der Engländer – die sie heute noch zelebrieren, erinnern mich immer an die vor einiger Zeit dokumentierten Treibjagden von Schimpansen die Lemuren hetzten – nur um eben Kontakte mit anderen Alpha-Schimpansen zu pflegen.

Wer sich etwas mit der Antropologie unserer Spezies beschäftigt, der kommt nicht umhin zu erkennen, dass wir eine völlig missratener genetischer Versuch sind – nicht mehr und nicht weniger – nun – jeder kann für sich entscheiden ob rr er auf Immunisierungsmodus stellt und das ausblendet, oder – ob er  ein reflektiertes zukunftsfähiges Lebensmodell für sich findet. (Auf beide Arten kann man wohl ein glückliches Leben führen – wobei – man sollte nicht vergessen mehr als 6 Milliarden Menschen dürften ohnehin keinerlei Wahl haben – ausser Suizid als freien Ausstieg….)

Er wird nur das unlösbare Problem haben, dass wieder das Apfelmännchen zuschlägt – hat er so ein Modell für sich gefunden – darf er sich als Teil der Spitze sehen….. in diesem Fall allerdings, steht das Apfelmännchen ganz klar auf dieser Spitze – natürlich ohne jedwede Schwerkraft….

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