Piraten zur See und an Land, bekämpft, fern und im Vaterland!

In Somalia leben etwa 11 Millionen Menschen (die Zahlen variieren – von ca. 7,5 – 14 Mio kann man in den verschiedensten Quellen finden – per heute! 5.April 2012)

In Somalia sind die Menschen zu mehr als zwei Drittel Nomaden und Kleinbauern, der Rest lebt vom Fischfang (derzeit eher Priaterie – da die Fischgründe von den west-östlichen Flotten geplündert wurden), von Handwerk – vor allem dem Kriegshandwerk.

In Somalia sind wegen des andauernden Bürgerkriegs praktisch die Hälfte aller Menschen akut vom Hungertod bedroht.

Die Kleinbauern haben ihr Land verloren, wurden vertrieben, die Nomaden mussten zusehen wie ihr Vieh, die Grundlage Ihres Lebens, verdurstet ist.

Somalia ist ein Abbild unserer Zukunft. Somalia ist die Dyspotie, die schon vor 40 Jahren von vielen Autoren beschrieben wurde, Somalia hat nicht das Exklusivrecht auf die Hölle, ich könnte noch viele andere kurz skizzieren – Ihr alle könntet dies, nur ein Achselzucken scheit passender, der konditionierte, „kluge“, homo ökonomikus wäscht seine Hände in Unschluld – die Finanzwelt mag global agieren, der Leistungsmensch mag global operieren, multimobil und hypereffizient – doch dem Chaos in Somalia gegenüber ist man doch machtlos, da sind die Somalier selber schuld!

Ein ewige Litanei – schön, das sich dies ändern wird.

Setzen wir über –

Geschätze Kosten für die Mission Atalanta – bis dato – etwa 7 Milliarden Euro.

Geschätzes BIP Somalias – (mangels offiziellem Staatshaushalt) etwa 1 Mrd Euro.

Reichster Mann der Welt (offiziell) – ca. 70 Mrd. Dollar

Kosten die der Steuerzahler für embedded Lobbyists aufbringt – in Deutschland – ca. 1 Milliarde Euro – das sind die Leute, die unsere gewählten und ebenfalls hochdotierten Volksvertreter dazu anleiten, wie wir am besten die Bevölkerung in Arm und Reich separieren.

In der Spieltheorie spricht man sogar von einem separierendem Gleichgewicht!

Junge Menschen, die heute als Betriebswirte oder Volkswirte konditioniert werden, lernen genau diese Denkweise, für sie ist Trennung ein zwangsläufiger Prozess, der unumgänglich scheint – ohne Trennung keine Profite!

Dabei erarbeiten jene, die als unrentabel denunziert und immer weiter in den Boden getreten werden direkt den Wohlstand jener, die Ihr fatales Schicksal planen.

Die Gemeinschaft der Bürger in Deutschland erarbeitet z.B. über 2 Milliarden Euro, damit im Kanzleramt 600 Angestellte und ein Protz und Pomp – ähnlich früher an den Feudaltränken der Blaublüter – bereitgestellt werden kann.

Mit diesen Milliarden werden dann Feste gefeiert, auf denen zynisch über die Dummheit der Massen parliert und die nächste Stufe der Prekariatenzucht besprochen wird.

Der Mensch ist nie aus dem Status der Sklavenhaltergesellschaft herausgekommen, er hat einzig die Mechanismen der Sklavenhaltung in einigen Regionen der Welt verfeinert – zugegeben, mit teils extrem vorteilhaften Auswirkungen für die unterprivilegierten dieser Welt.

Um Missverständnisse zu vermeiden, damit meine ich die Konsumgesellschaft, mit den „Verbrauchersubjekten“,  welche in den letzten Dekaden tatsächlich ähnlich wohlgenährter Haustiere in völliger Freiheit den Planeten bevölkerten – ja – noch immer – bevölkern – mir schwebt immer das Bild der hochgebildeten Touristin vor, die in Mumbai etwas angewidert den Blick von einem entstelltem Straßenkind abwendet um im nächsten Moment ein angregendes Gespräch mit einem indischen Studenten zu führen, der allerdings nicht aus einem Slum kommt. Der zu den 0,1% der Oberschicht gehört und nun ihr Bild von Indien nachhaltig prägt – ach – kultivierte Menschen, nett, symphatisch und das Land, die Landschaft, einfach wundervoll!

Schnitt, wird das Mädel die Mittelklasse halten?

Wird sie aufsteigen – in die obere Mittelklasse?

Oder wird sie verlieren? Sprich, wird sie ins Heer der Prekariaten abrutschen, trotz Dr. Titel und charmantem Wesen?

Wenn sie die Spieltheorie gut verinnerlicht hat, dürfte sie Erfolg haben, wenn sie reflektiert, dürfte sie ein „patologischer“ Fall werden.

Nun die Indienreise hat sie qualifiziert, der Ignoranzfaktor liegt weit über 50 – ein guter Wert!

Angesichts der immer grandioseren Möglichkeiten, welche Forschung und damit einhergehende neue Technik dem Menschen bietet, werden wir zwangsläufig wieder auf extrem rigide Bedingungen für die Sklaven zurückfallen – heute leben schon etwa 3 Milliarden Menschen in Slums oder slumähnlichen Agglomerationen, Wand und Hochsicherheitszaun an Wand und Hochsicherheitszaun mit den Sklavenhaltern.

Die Politik ist schlicht und einfach ein Possenspiel, Politiker sind eitle bornierte Tröpfe, die sich unglaublich wichtig nehmen und unglaublich nichtig sind!

Die Stippen ziehen einige tausend Menschen.

Diese maßgeblichen Menschen können künftig nicht mehr die Resourcen erübrigen, ein Milliardenheer von Konsumenten zu bespaßen!

Nein, da wird künftige Gleichgewicht vor allem in Europa stark spearierender eingependelt werden müssen!

Die Wirtschaft – das Wachstum?

Qualtiät heisst das Zauberwort – wir werden qualitatives Wachstum bekommen!

Extrem ausgedrückt – Soylent yellow für die Massen, Beluga-Kaviar für den Leistungsprofi am Pool seinen Privat-Orbit-Cruisers, serviert von einer diensteifrigen Servicekraft.

Kindische Phantastereien? Klar, klingt doof – wär ich Heine erfänd ich einen neuen Atta Troll – dessen Fell ward von der schönen Geliebten sehr geschätzt – der Jäger war ein toller Hecht – und doch ein Hexenknecht!

Wir werden dies nicht ändern, wir können nur von Glück sagen, dass wir nicht im Slum, sondern in der Sozialsiedlung oder gar im EFH der Vorstadtsiedlung leben dürfen – das wird nicht so bleiben – für die weit überwiegende Masse – auch der Menschen in den „entwickelten“ Ländern.

Ein Milliardär verbraucht in etwa das tausendfache an Resourcen, die einem Menschen theoretisch, nachhaltig zur Verfügung stünden – Tendenz rasend steigend.

(Erneut kindischer Schwachsinn – nur leider Realität!)

In 20 Jahren möchten die Leistungsträger nicht mehr auf die Seychellen, sie möchten ins Orbit und mit Blick auf den blauen Planeten in der Lounge des Spähren-Clippers ihre Drinks schlürfen – da bleibt nichts mehr übrig für den kleinen Massenwohlstand – die Massen werden wohl zu Soylent Green (gibt es nur zu Ostern – für die Massen) verarbeitet – und eine Dienstklasse von besonders intelligenten und devoten Subjekten wird die nötige Arbeit verrichten.

Die Dystopie ist in Indien, China und an vielen anderen Orten längst Realität, wir ignorieren sie, damit wir uns nicht vor den nächsten Zug werfen – ich traue mich wetten, dass mehr als die Hälfte der Deutschen in ihren Berufen nicht glücklich sind, dass mehr als die Hälfte in diesem scheinbar reichen Land unzufrieden und pessimistisch sind – obwohl die Massenmedien alles tun, um uns auf „Think positiv“ zu konditionieren.

Von Piraten hier und dort…..

Die Piraten – sind Menschen wie wir –  wer das Gehabe der paar Piraten im Berliner Parlament beobachtet, der kann ahnen wohin die Reise geht.

Trotzdem, ich rate allen die Piraten zu wählen, so können wir beobachten, wie in extrem kurzer Zeit, vor allem auch die scheinbar klugen und gebildeten, die von wirklich guten Ideen erfüllten Gruppen dieser Partei, vom Parlamentarierhabitus infiziert, von den Lobbyisten infiltiriert und letztlich ins Marionettenkabinett integriert werden.

Auch Piraten möchten hohe und höhere Diäten, auch Piraten denken zuallererst in materiellen Dimensionen, auch Piraten filtirieren die egomanischen Soziopathen auf die einstelligen Listenplätze (siehe NRW!!!!) – aber – noch ist da nur der Sermon der Wörter – also wählt sie und beobachtet – den Transformationsprozess.

Übrigens, medial führt das Establishment gegen die Piraten in unserem Land einen ziemlich heftigen Krieg – wobei man gerade die Attribute, die noch wirklich positiv sind – in den Schatten stellt, ja als stümperhaft denunziert – und schon jetzt unterschwellig die Bereitschaft fordert, gefällist seine Gliedmaßen von sich zu strecken, auf dass die Puppenspieler ihre Fäden daran binden können.

Priaten am Horn von Afrika werden zu Tode gebombt – bald auch in ihren Hütten.

Piraten in Deutschland werden in die Parlamente gewählt, was gleichbedeutend ist, mit politisch ermordet, da sie dort zu Androiden, Marionetten oder wie auch immer man es nennen mag verkommen – das Judasgeld zahlt in diesem Fall der gekreuzigte selbst – das Volk.

Das Kanzleramt verschlingt jährlich soviel Geld, wie ein Marshallplan für Somalia kosten würde – um das Land  in einen autarken Agrar- und Sozialstaat zu transformieren.

Die Mission Atalanta verschlang soviel Geld, damit hätte man die aktiven Piraten zu tausenden in Luxusviertel der westlichen Welt aussiedeln können und dort als bunten Beitrag zur mulitkulturellen Bevölkerung „eingliedern“ dürfen.

Feiern wir Ostern, das Fest der Wiederauferstehung, wobei, wer glaubt noch an Gott?

Feiern wir Ostern, das Fest der Osterhasen und Ostereier, des Festtagsbratens und der blühenden Forsythienzweige, geschmückt mit hübschen Bändern und allerlei Buntem, vergessen wir das Grau der Welt und taumeln trunken in die Zukunft,

ob sie uns wohl gefällt?

Zur Spaltungsdiskussion hier eine kleine Runde u.a. mit D.J. Snower – Präsident des IfW Kiel – der hier die ganze Zeit rhetorische Spielchen spielt – nicht das Geringste aussagt – nur, dass er um Himmels Willen keine Umverteilung von Oben nach Unten anstrebt – so wie es bis  dato läuft – endlich wieder stringent von Unten nach Oben – ist es ganz verträglich.

Dabei geht man noch nicht einmal auf die globalen Armutsprobleme ein (nur Snower im Zusammenhang mit seinen Spielchen – er jongliert mit den Hungertoten wie andere mit Tennisbällen – ohne Mitleid oder Lidnerung im Sinn zu haben – sondern mit der Intension den Status Quo zu sichern!!!!!)

Seine kruden Beispiele – ich hätte ihm gerne das Beispiel aus den Psychopaten-Tests – mit dem Wasservorrat in der Wüste dagegen gehalten (alle können überleben wenn man vernünftig einteilt und teilt – doch es gibt auch andere Lösungen – und die wählen Psychopaten i.d.R. aus!)

http://www.youtube.com/watch?v=K_hxCx1BEeI

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Einsiedler in Hinterwald
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