Demokratietheoretiker

Weder Agnolis, noch Crouch bewegen sich auf pragmatischem Grund, was Ihre Forderungen betrifft. Die Bestandsaufnahmen sind in der Tat ähnlich – meiner Meinung nach hat sich lediglich der Grad der Belohnung erhöht, den sich auch in demokratischen Staaten die Oberschicht gönnen darf, ohne ernste Unruhen auszulösen, sprich den sozialen Frieden in der unmittelbaren Nachbarschaft zu gefährden.

Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie ist doch lediglich das Maß an Ausbeutung, mit welchem sich die herrschende Klasse versorgt.
Sie leistet im Grunde nichts – oder doch?
Wie hier schon angemerkt, global müssen sich die Damen und Herren sehr wohl abstimmen, sie sollten ein möglichst harmonisches, sprich friedliches Weltszenario für Ihre Interessen am Laufen halten.

Wir sind grandiose Profiteure dieses Konzerts – wir profitieren sowohl von der Armut der Massen, als auch von der Gier der Ausbeuter.
Wer in unserem Land ausgebeutet wird, der erleidet das auf einem extrem hohen Level – auch ein Hartz IV Empfänger ist im Kontext zu einem Nordkoreaner ein König.

Das Dilemma wird doch schon in Deutschland gut sichtbar – wir schaffen es nicht im eigenen Land “neidfrei” regionale Ungleichgewichte ins Lot zu bringen.

Das soziale Prinzip ist die Orthogonalität.

Die Alternativen sind seit vielen tausend Jahren erdacht und formuliert!

Wer kennt nicht die zehn Gebote (nur eines von vielen Beispielen, für eine simple Sozialordnung!)

Betrachtet man dies, so kommt der Vergleich mit Sisyphos gar nicht von ungefähr – einzig – man kann vielleicht – als Optimist – konstatieren, dass er seinen Fels jedesmal ein klein wenig weiter nach oben rollt – wobei – ich fürchte dieser Berg unterliegt einem “Faltumswachstum” das diese Erfolge wieder zunichte macht.

Mein Vorschlag lautet seit jeher – fundamentaler Wertewandel – weg vom materiellen Wohlstandsdenken – hin zum Ideellen.

Es gibt leider keine Statistik, wieviele Menschen nach dieser “Doktrin” Ihr Leben gestalten – es gibt diese Menschen – ist es immer etwa der gleiche Anteil? – werden sie mehr? – oder weniger?

Ideologien, Sozialphilosophien, Programme, Agenden, Theorien, Millionen von immer und immer wieder gedachten Utopien – sie alle legen sich wie beschwingte Seidentücher elegant auf den “sublimen” “intellektuellen”, auch auf den “erdverbundenen”, “primitiven” nicht Hunger leidenden Menschen – denn nur jener Mensch, der sicher seine Lebensgrundlagen zur Verfügung hat, kann es sich leisten zu reflektieren – der Rest kämpft ums pure Überleben.

Woran es liegt, dass auch eine große Zahl der “Satten” die Reflektion über eine gelenkte Konditionierung hinaus vergisst – das bleibt eine der großen meiner Fragen.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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