Zwangsanleihen – jetzt!

Die politisch Mächtigen Europas diskutieren Varianten, das europäische Volk in die Massenarmut zu treiben, um einer winzigen Gruppe von besonders effizienten Karrieristen und etablierten Plutokraten zu ermöglichen, Ihre Vorstellung einer Despotie des Kapitals umzusetzen.

Was mich wirklich irritiert, sie erreichen dies mit mehr oder weniger demokratischen Mitteln – siehe Spanien, ohne wirklich nennenswerten Widerstand breiter Schichten aus dem Volk.

In Griechenland bleiben die Vermögen trotz gewalttätiger Demonstrationen und Generalstreiks unangestastet, man appelliert an das Volk, nicht die letzte Chance als billige Funktionssklaven existieren zu dürfen, zu verspielen.

Ich fürchte die Griechen werden diese „Möglichkeit“ nutzen.
Sie werden sich gegenseitig im Wettbewerb um die letzten verbliebenen mehr oder weniger „lukrativen“ Jobs neutralisieren.

In Resteuropa wird das gleiche Prinzip wirken. Die Jugend sollte möglichst schon in der Grundschule einer umfassenden Konditionierung willig ergeben sein, die Eltern sollten darauf achten, dass diese effizient erfolgt, politisch denkende Mitbürger sind eine Utopie, selbst die natürliche Abgrenzung in der Pupertät wird kanalisiert und man drängt die Jugend in dumpfe Konsumkanäle, wo sie geistig elend verenden, zum Nutzen der Mächtigen.

Es wird grau und grauer in Europa, es liegt Staub auf den Seelen und das Atmen fällt schwer und schwerer.

Meine Variante für Eurobonds: Zwangsanleihen bei den Vermögenden ziehen, so könnte sich der Kontinent ohne die Druckmaschinen anzwerfen elegant aus sich heraus refinanzieren, könnte man die Mittel für den ökologischen Umbau, den Paradigmenwechsel weg von Wachstumsphilosophien hin zu Nachhaltigkeit bewerkstelligen.

Beispiel Deutschland, Staatsverschuldung über 2 Bio Euro, – noch zu vertretbaren Zinsen refinanzierbar – Privatvermögen bei geschätzten 6,5 Bio Euro,  die reichsten 80.000 Deutschen besitzen alleine etwa 2 Bio Euro, die reichsten 800.000 besitzen über 3 Bio, die reichsten 8.000.000 bestitzen annähernd 5 Bio Euro.

Etwa 40.000.000 Millionen Menschen beitzen nichts, oder sie sind verschuldet und müssen (statt Steuern zu zahlen) teils  für den Zinsaufwand Ihrer „Schuld“ arbeiten.

Legt man die Staatschuld anteilig auf dieses Verteilungsbild, so ist es doch nur recht und billig, wenn entsprechend die Vermögenden auch für einen Großteil der Staatsschuld haften!

Mit den Zwangsanleihen sind sie quasi Schuldner und Gläubiger zugleich!

Haben sie Angst, dass die Politik plötzlich doch nicht mehr Ihre Interessen, sondern jende der Mehrheit der Menschen vertritt?

Die Vermögensverteilung in den anderen Euro-Staaten ist ähnlich gestaltet. Allerdings müssen diese Länder teilweise über 7 % für Ihre Neuverschuldung, bzw. Umschuldung von Fälligkeiten an Jahreszins bezahlen – in diesen Ländern werden die sozialen Standarts gnadenlos geopfert, hingegen bleibt es bei einer feudalen Politikfinanzierung und dem Totentanz der Reichen, die auf den Körpern der Bevölkerungsmehrheiten trampeln.

Wir katapultieren uns direkt zurück ins Zeitalter des Großbürgertums, des sozialen Elends und einer bornierten Marionettenschar von machtlosen, willigen, nur Ihrer Allimentierung hinterherhechelnden Politikerschar.

Formal  hat die Politik noch das Zepter in der Hand!

Die Politik könnte sich als erstes aus dem feudalen Satusgehabe herausagieren, indem sie nicht versucht bedeutungsschwer durch die Lande zu schwabbeln, sondern agil und intelligent, bescheiden durch demokratisch legitimierte Handlungen überzeugt.

Jetzt die Vermögen in die Pflicht zu nehmen wäre ein erster Schritt – die erste Milliarde Einsparung – der erste Tropfen, er könnte von Ihr selbst kommen – schon im Haushalt 2012 könnte man noch jetzt die Diäten halbieren, die Unkostenpauschalen und die exorbitanten Rahmenkosten.

Das Kanzleramt verschling alleine fast 2 Mrd. Euro, eine Büroleiterin verdient dort 120.000 Euro im Jahr, insgesamt sind in diesem gigantischen Budget nur 500 Beamte und Angestellte erfasst – ein kleines Versailles mitten in Berlin – ein Sinnbild für die völlig abgehobene Lebensart unserer Volksvertreter.

Ich fürchte unsere Politiker sind so borniert, dass sie Zwangsanleihen schon aus dem Grund nicht in Betracht ziehen, da sie selbst vielleicht einige tausend Euro Anleihen zeichnen müssten.

Unsere Volksvertreter, sie erhielten stellvertretend für 80 Mio. die Macht über die Interessen der Menschen in diesem Land zu entscheiden, sie verkaufen sie für einen Judaslohn an einige tausend Plutokraten.

Der Irrsinn ist, dass die Mittelschicht, die Leute, die mit Ihren 50 – 60 Stundenwochen, jene die wirklich etwas leisten, großteils noch immer hinter den paar Superscharotzern stehen, da sie sich von den 15 Mio Armen im Land bedroht sehen.

Sie wollen nicht verstehen, dass die 15 Mio Armen nicht von Ihnen etwas erwarten, sondern von den wirklich Reichen etwas haben möchten – es herrscht immer noch die perfide Argumentation von den Leistungsträgern – dabei sind die Leistungsträger in der Regel jene, die für einige Euro die Stunde alles am Laufen halten!

Die Kraft des Volks, wo ist sie? Haben wir uns in ein Schicksal ergeben, dass uns hoffen lässt, wenigstens selbst im Vorstadtsiedlungshäuschen ein halbwegs angenehmes Leben bis an unser Ende führen zu dürfen?

Freuen wir uns insgeheim, wenn der Nachbar ausziehen muss, da die Bank das Haus versteigert hat – weil es uns nicht erwischt hat?

Ducken wir uns wieder einmal alle feige weg?

Sind unsere Multiplikatoren in den Medien, der Kunst, den Wissenschaften, an den Schulen nichts weiter als hohle Funktionsbüchsen, die bedruckt mit den platten, opportunistischen Parolen wie seelenlose Roboter durch die Lande geistern?

Man spricht die Missstände wohl an, jedoch nur um anschließend während99% der Sendezeit, die konditionierten Massen mit Allgemeinplätzen zuzumüllen, man spricht von Lösungen, jedoch, sind es Lösungen, die gerade immer weiter zur Umverteilung von der Mitte  nach Oben beitragen – jene die Unten angekommen sind – denen kann man nur noch das Leben nehmen – global gesehen schreckt das Plutokratpak davor keinesfalls zurück.

Warum wohl, schleichen gerade in den neuen Bundesländern wieder Würmer durchs Land, die Gedanken aus der Kloake unserer Seele ins Bewußtsein drücken – der braune Kot, er stinkt nur deshalb nicht unerträglich für manche Menschen, da sie die etablierten Kräfte als noch abscheulicher empfinden.

Die Schuldenproblematik ist leicht zu lösen!

 

Ab 2012 werden alle Prolongationen die nötig sind durch Zwangsanleihen bedient.

ups….. das wäre wohl undemokratisch…..?!

… und unser Grundgesetz – stellt dieses Verfahren wohl in Frage – nun ja nicht die Würde ist unantastbar – gleichwohl das Kapital ist geradezu heilig! – mit 2/3 Mehrheit wäre hier allerdings leicht Abhilfe zu schaffen!

 

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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9 Antworten zu Zwangsanleihen – jetzt!

  1. Alexander schreibt:

    Lieber Leser,

    Der nachfolgende Text des Herrn Panagiotis Trajanou (Präsident der
    griechischen politischen Partei EAM B‘) mit dem Titel:

    Das griechische Schuldproblem

    ist kein Wirtschaftsproblem…

    …es ist ein Problem der Justiz.

    Mutige Richter braucht Griechenland,

    damit es sich selbst retten kann

    …keine fähigen Politiker.

    …ist sowohl offiziell auf der Webpage der Partei EAM b‘ (www.eamb.gr)
    erschienen, als auch mit Hilfe verschiedener Internetmedien (Blogs usw.)
    am 7 April 2011 in Griechenland veröffentlicht worden. Da wir das deutsche
    Volk sehr hoch achten, wollen wir es dabei unterstützen, seine Probleme zu
    erkennen und sie zu bekämpfen. Deshalb halten wir eine Bekanntmachung
    dieses Textes in Deutschland für sinnvoll und das ist auch der Grund dafür,
    weshalb dieser Text in die deutsche Sprache übersetzt wurde. Wir würden
    Ihnen für jede Weiterleitung dieses Textes dankbar sein.

    http://eamb-ydrohoos.blogspot.com/2011/04/ich-gehe-nicht-weg-vom-obersten.html

  2. Marco schreibt:

    Scheint mir hier die Bild für Linke zu sein …
    genauso schwachsinnig, genauso sinnlos was hier an angeblichen Fakten aufgeführt wird!

    Fang erst mal an ordentliche Argumente vorzutragen, in einer sachlichen Sprache!
    Geh selber in die Politik und versuche es mal 80 Millionen Menschen recht zu machen … dann siehst du wie schwer es ist! Schließlich sind wir alle nur Menschen!

    • Thomas schreibt:

      Du überzeugst mich mit Deiner konstruktiven Kritik zu 120% – Respekt!

      Du schreibst, wie schwachsinnig und sinnlos dieser Artikel ist und forderst einen Satz später, „ordentliche“ Argumente vorzutragen. Eine weitere Analyse Deines Kommentars erspare ich Dir, kann mir aber die Vermutung verkneifen, dass Du wohl selbst in der Politik tätig sein musst.

      Nur ein kleiner Denkanstoss, auch an andere Leser: jährlich steigt die Wirtschaftseffizienz um ein paar Prozent an, bedingt durch den steigenden Automatisierungsgrad den die Industrialisierung mit sich gebracht hat. Und das ist ja auch eine tolle Sache, denn bei gleicher menschlicher Leistung, werden mehr Wirtschaftsgüter produziert – oder andersrum gesehen: die gleiche Menge an Wirtschaftsgütern wird mit immer weniger menschlicher Leistung produziert.

      Warum müssen wir dann trotzdem immer „wachsen“? Warum denn „immer mehr“? Ich kann immer nur mit einem Auto gleichzeitig fahren, und das wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. Und mehr als drei Brezeln passen bei mir pro Tag auch nicht rein. Ich hoffe, Du verstehst, dass das nur ein paar plakative Beispiele sind, die auch andere Leser begreifen sollen, die intellektuell ein paar Meter unter Dir fliegen.

      Fang an, Dich vorurteilsfrei mit anderslautenden Meinungen auseinanderzusetzen und rede danach doch qualifiziert mit.

      • Marco schreibt:

        Muss dich enttäuschen, bin kein Politiker, sondern ein Student des Wirtschaftsingenieurwesens …
        Aber seit wann steigt denn der Automatisierungsgrad? Also wir lernen gerade, dass der Höhepunkt erreicht ist und man zurück zur manuellen Bearbeitung geht, weil damit viel besser auf die Wünsche des Kunden eingegangen werden kann und man flexibler in der Fertigung ist …

        Du kannst nur mit einem Auto fahren, aber eines, dass immer umweltfreundlicher und sicherer wird… und das kann ja nur im Interesse aller liegen!

    • oberham schreibt:

      Nun… man sollte versuchen es 80 Millionen Menschen recht zu machen – nicht nur einigen tausend…..

      was bitte wäre den ein „ordentliches Argument“?

      Ich finde da stecken viele Argumente in dem Text!

      Mich würde auch interessieren – was genau gegen Zwangsanleihen spricht (außer der nötigen GG-Änderung – wobei eben das GG das Kapital vor allem andern überragend schützt – nur Eigentum verpflichtet eben auch… diese Verpflichtung kommt bei Zwangsanleihen zum tragen…)

      • Marco schreibt:

        Welchen Anreiz gibt es denn noch für Menschen, nach Wissen und Wohlstand zu streben, wenn sowieso alles in Zwangsanleihen gewandelt wird? Was hält denn bitte die Intellektuellen in Deutschland? Und was bewegt dann „Ausländer“ nicht nach Deutschland zu kommen, wenn hier allen ein gutes Leben versprochen wird, ohne die entsprechende Leistung?

      • Rolf Pfau schreibt:

        Es wäre keine dauerhafte Lösung der Staatsverschuldungen.

        Eine dauerhafte Lösung ist meiner Meinung nach nur über höhere Steuern
        (z.B.: Grundsteuer, Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer..)
        oder über einen geordneten Staatsbankrott mit Neuregelung für die Finanzierung des Staatsdefizits möglich.

        Zur Zeit bezahlt das Land Baden-Württemberg für eine 30-jährige Staatsanleihe über
        100 Mio.DEM (WKN 104021) 6,75% Zinsen pro Jahr, ohne auch nur einen Pfennig zu tilgen sind das über die 30jährige Laufzeit allein 202,5 Mio.DEM an Zinsen.
        Werden die Zinsen auch zu 6,75% finanziert werden, dann steht nach 30 Jahren eine Gesamtschuld von über 709 Mio.DEM in den Büchern.

        Ich habe noch nie verstanden, daß die Politiker aller Staaten die Schulden der Staaten mit neuen Schulden über Banken und nicht direkt bei der Bundesbank bzw der EZB refinanzieren.

        Mit freundlichen Grüßen
        Rolf Pfau

  3. oberham schreibt:

    Dies Anleihen betreffen max. 10 % der Bevölkerung! Ich kann mir nicht vorstellen, dass man Leistung nur bringt, da man hofft, eines Tages zu diesen 10 % zu gehören.
    Das würde ja bedeuten Geld ist der absolut bestimmende Faktor all unseren Handelns.
    So pessimistisch bin ja nicht einmal ich!

    Das ist gerade das Verblüffende, jene, die im Grunde am stärksten von der Gemeinschaft belastet werden, erkennen nicht, dass gerade die Plutokraten von Ihrem Tun weit überproportional profitieren.

    Als Studierender sollten sie einfach einmal die Ideologie ausblenden und die Fakten betrachten.

    Ich bin für Privateigentum, ich respektiere den verantwortlich handelnden Unternehmer, nur ich verurteile den Pofiteur, den „Raubkapitalisten“ – ich wünsche hnen, ein harmonisches, gerechtes berufliches Umfeld – in Ihrer künftigen Anstellung – bzw. die Kreativität und Kraft ein Start-up zu gründen, das auf einer sinnvollen und für Betrieb, Belegschaft und Kunde gewinnbringenden Idee basiert.

    Es gelten fünf W`s – fünf Gewinner:

    Kunde, Unternehmer, Belegschaft, öffentliche Gemeinschaft und die Umwelt – die Kunst besteht darin, hier ein möglichst ausgeglichenes Niveau herzustellen.

    Ich finde momentan haben hier sehr gut arbeitende Unternehmen immer weniger Chancen, da die politischen Prozesse eine extrem profitorientierte Atmosphäre schaffen.

    Umwelt = vom Win zum Loss – Beglegschaften ebenfalls – großteils Loss – Staaten – Tendenz zum Loss (wenn man die Politmarionetten mal ausblendet)

    Daher wohl die Win-Win Situation = Unternehmer und Kunde so wird aus

    WWWWW ein WWVVV – erkennen sie den Trend?

    Gerne steige ich in die Faktensammlung ein – man kann überall konkrete Beispiele finden!

  4. oberham schreibt:

    @Pfau,

    schönes Beispiel – grundsätzlich ist die „Geldschöpfung“ und die Finanzierung der öffentlichen Haushalte sicherlich sozialer und besser darstellbar.

    Leider ist das Prinzip der Staatsfinanzierung via Kredit durch Privatschatullen seit etwa 350 Jahren ein zusätzliches – sehr elegantes – Umverteilungsinstrument.

    Im Moment sehen wir jedoch eine Episode, die das Plutokratenpack daran zweifeln lässt, ob die Massen weiter willig die Leistungen erbringen, die nötig sind, um deren „Gläubigerrechte“ zu bedienen.

    Könnte ja sein, dass man endlich diese „Schuldfrage“ zur Debatte stellt und diese Methode, dass ein Großteil der Solidarabgaben direkt in die Schatullen der Geldfeudalisten geschleust wird, negiert.

    In diesen Tagen funktioniert es – Deutschland betreffend – theoretisch ohnehin nicht (bei Umschuldung und Neuemission) – doch nur theoretisch – da ja den 0,x % für deutsche Prolongationen – 6,x – oder gar 7,x % für italienische – gegenüberstehen.

    Mich wundert da immer, dass ein Prof. Sinn vom IFO – Institut – man denkt ein gebildeter Mensch –
    so dermaßen beschränkt ist, was seinen Horizont betrifft.

    Der Mann glaubt tatsächlich, wir könnten in Deutschland ein ultraniedriges Zinsniveau etablieren, kraft unserer überragenden Wirtschaft – dabei vergisst der Typ komplett, wir sind vom Export total abhängig!

    Nur, jene die uns bisher einen Großteil unserer Produktion abgekauft haben, werden klamm und klammer – Herr Sinn glaubt wohl der glänzende Supermarkt zu 0,x % finanziert braucht künftig keine Kunden, hauptsache die Fassade glänzt.

    Aber sorry, das ist ja nun schon wieder ein anderer Aspekt –

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