Gerne wäre ich…

……ein Teil jener Gruppe von Menschen, die etwas von dem,
was Ihr Kollektiv erwirtschaftet dafür gibt, dass Europa eine – was
Sozialstandards, Solidarität und Rechtstreue angeht – in etwa einheitliche
Region wird.

Leider leisten wir jedoch lediglich einen Beitrag zur
exzessiven Ausbeutung der Schwachen, zur Etablierung einer modernen Form des
Feudalismus und so wir schon zu jener Randgruppe gehören, die selbst bereits
auf Almosen (Hartz IV) angewiesen ist, besuchen wir willig die Maßnahmen und
entwürdigen uns einzig einer warmen Wohnung und eines Taschengeldes willen.

Das Fest kann jedoch nur im Chaos enden – und dort leben
auch die Wohlhabenden auf dünnem Eis – mir unverständlich, warum ein Plutokrat
die soziale Kälte einem prosperierendem, gerechtem und stabilem Umfeld
vorzieht.

Gäben die reichsten 100.000 Menschen auf der Welt die Hälfte
Ihres Vermögens einem wahrhaftigem den Menschenrechten verpflichteten, Gremium
von Fachleuten, die mit diesen Mitteln global in die verschiedensten Projekte –
ohne Gewinnabsicht (Rendite betreffend) sondern mit der Absicht konkrete
Verhältnisse zum Guten zu wenden, sähe die Welt in ca. 20 Jahren völlig anders
aus – dabei wären die reichsten immer noch die reichsten – nur es gäbe keine 2
Milliarden hungernder Menschen, keine exzessive Ausbeutung natürlicher Ressourcen,
keine korrupten Regierungen, keine
offensichtlich irrsinnigen Systemansätze denen man um des kurzfristen Profits
willen, pseudogläubig folgt.

Nun das wahrhaftige Gremium ist wohl genauso eine unmögliche
Utopie, wie die freiwillige Verzichtsleistung der Besitzenden.

Statt Harmonie und globaler Grundversorgung werden weiter
Krieg und Ausbeutung, ideologische Verblendung und die Macht des Geldes unsere
Schicksale bestimmen – es ist traurig – so traurig wie Briefe von gefallenen
Soldaten zu lesen, geschrieben an die Geliebte – am Vorabend Ihres Todes.

Die Soldaten sind Wir! Die Geliebte  zuhaus, das ist jene Zeit, die wohl ein jeder
von uns einmal kurz erlebte – als wir vor lauter Glück – aus Liebe – die Welt um
uns vergaßen.

Es war die einzige Zeit die entschuldigte, dass wir uns dem
Krieg nicht entzogen, da wir so trunken, so beseelt vom Zauber der Anziehung
durch die Zeit flogen, nur – jeder von uns kennt die Zeiten ohne Liebe – es
sind die Zeiten, in denen er funktioniert – und zwar einzig um seines – und
seiner Familie – vermeintlichen wirtschaftlichen Wohlergehens willen.

Lebe wohl Traum von Europa, kommenden Generationen wünscht
ich sehr, ich wär wirklich nichts weiter als ein verblendeter Troll im I-Net,
der nichts kapiert und einfach nur immer gegen die Dinge ist – nur weil er eben
selber nicht ans Ruder kam.

Advertisements

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s