Hätte Diogenes seine Tonne abgefackelt?

Gerade die „Verlierer“ im Verteilungswettkampf schlagen sich doch in Ihren eigenen Wohnvierteln ihre Läden und Wohnstätten kaputt, plündern und brandschatzen.

Sie schaden einzig und alleine sich selbst. Die Mehrheit in diesen Vierteln verurteilt diese Gewalt, sie organisiert sogar schon Bürgerwehren – in Birmingham kam drei solcher „Objektschützer“ auf perfide Art ums Leben.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Lage in England wieder beruhigt. Die Menschen in den benachteiligten Vierteln Londons und anderer Städte können vom Staat nichts erwarten.
Es klingt vielleicht zynisch, doch sie sollten nicht in die City blicken, sie sollten nicht vom Reichtum träumen, sie sollten versuchen in Ihren Communities eine solidarische, friedliche Gemeinschaft zu schaffen.

Sie leben in einem schönen Land, ein paar Pfund am Tag sollten für jeden drinn sein, ein Dach über dem Kopf auch.

Unsere Gesellschaft ist doch längst – weltweit – in Gewinner und Verlierer – und in eine „Mittelschicht“ bei der es täglich dem Kampf ums Oben oder Unten auszutragen gilt – geteilt.

Mancherorts sind die Verlierer täglich mit der konkreten Situation, den Tag zu überleben, konfrontiert – andernorts bedeutet es in ärmlichen Verhältnissen auf örtliche Konsumstandarts verzichten zu müssen.

Solange der einzelne Mensch – zumindest mehrheitlich – eine tiefe Unzufriedenheit und vielleicht sogar Leid empfindet, nur weil er den örtlich als angemessen vermarkteten Bedarfsstandart nicht decken kann, bedeutet Armut auch Unglück.

Ich finde niemand muss unglücklich sein, solange er ausreichend Nahrung, Hygiene, saubere Kleidung, eine trockenen warmen Platz zum Leben und Zugang zu Büchern, der Natur, Musik und Kunst hat.

Es macht keinen Sinn Häuser anzuzünden, Läden zu Plündern, sich zu schlagen oder gar aufeinander zu schießen!

Für die Verlierer kann es nur eine Waffe geben, die des gemeinsamen Zusammenhalts, sie müssen sich gegen die Gewinner stellen, indem sie jegliche Arbeit nur gegen angemessenen Lohn, oder eben überhaupt nicht absolvieren – und sie müssen – so sie diesen Lohn erhalten, versuchen damit möglichst effizient in Ihrer Gemeinschaft die notwendigen Dinge zu unterstützen.

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Einsiedler in Hinterwald
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3 Antworten zu Hätte Diogenes seine Tonne abgefackelt?

  1. AlterKnacker schreibt:

    Als ich meine letzten Beiträge veröffentlicht habe, wollte ich eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass ich die Verursacher der Gewalt zum Teil verstehen kann. Gewalt selbst lehne ich genau wie Du ab. Den Medien aber wünsche ich die Krätze an den Hals, damit sie sich den ganzen Tag kratzen müssen, denn wir haben inzwischen fast nur noch Hofberichterstatter, welche den Begriff ‚Journalisten‘ nicht mal verdienen, von den Politikern ganz zu schweigen.

    • silosis schreibt:

      ich wünsche einigen MedienVertreter auch die Krätze ( nicht allen ) aber ich bin dann doch gemeiner als Du zu ihnen : Ich wünsche ihnen die Krätze an den Hals und auf den rücken – aber so kurue Arme das sie sich an den diesbezüglichen Stellen NICHT kratzen können….

  2. AlterKnacker schreibt:

    Daran hatte ich auch kurz gedacht, aber ich bin viel zu Tierlieb, eine meiner Schwächen.

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