Was geht noch?

Läuft noch eine weitere Runde im Umverteilungsmonopoly? Könnten die Staatschulden nicht nochmal um jeweils 50% steigen? Mit entsprechend höheren Risiken – damit höheren Zinsen?
Wohin soll das führen? Verdopplung der Anzahl von Milliardären?
Gleichzeitig die Hungerzone auf 3 oder noch mehr Milliarden Menschen ausdehnen?
Es kann doch nur eine Antwort geben, die Plutokraten dieser Welt müssen jetzt der Weltbevölkerung etwas zurückgeben. Tun sie es nicht, wollen sie diesen Zyklus nur nutzen um noch mehr Resourcen und Land auf sich zu akkumulieren, so wird der soziale Frieden endgültig global gebrochen werden.
Die hungernden Sklaven dieser Welt sind längst ein Milliardenheer, sie sind kraftlos und kämpfen täglich nur um das nackte Überleben, Ihre Anzahl sinkt nicht, sondern sie steigt kontinuierlich an – obwohl niemand leugnet, dass dies ein unwürdiger Zustand ist, dass nichts wichtiger wäre, als endlich den Hunger auf der Welt zu besiegen.
Doch die Mächtigen scheinen noch nicht satt zu sein, Ihr Hunger nach immer mehr von Allem scheint unstillbar. Sind diese Menschen tatsächlich eine Art Gierschlund, der letztlich die akpokalytischen Thesen der größten Pessimisten in das reale Existenzgebilde hinausschreit?

Wir müssen uns auf das Wesentliche besinnen, uns bleibt im Grunde keine Wahl!
Konkret sollte jeder denkende Mensch all seine Kraft willentlich in die globale Solidarität investieren!

D.h. keine Steuern bezahlen, den Lebensstandard auf das nötige reduzieren – wo immer möglich maximal erlösen und dann bewusst in solidarische Kanäle schleusen, denen man vertraut.
Dass unser wirtschaftliches System kollabieren muss ist wohl unabwendbar, doch es sollte friedlich und freiwillig von den Massen zu Grunde gerichtet werden – indem sie jegliche Umverteilungsindustrie sabbotieren..

Konkret: Spenden bis zum Grundfreibetrag – bzw. zu dem Betrag an dem das zu versteuernde Einkommen praktisch der Freigrenze entspricht – vor allem Vermögende unter uns könnten das relativ einfach bewerkstelligen, da sie von Ihrer Vermögenssubstanz etliche Jahre überbrücken könnten – Andere unter uns müssten vielleicht tatsächlich drastisch Ihren Lebensstandart einschränken – aber – wir würden so ein friedliches Zeichen sezten, dass wir mit unseren Steuern nicht mehr eine korrupte, viel zu asoziale Politik unterstützen möchten. Die Spenden würden ja die Solidargemeinschaft stärken, private Organisationen unseres Vertrauens sollten effektiv und das Personal  betreffend  extrem bescheiden entlohnt agieren. Vor allem zählt das Mitwirken, das sich Einbringen – Lohn ist nur das notwendige Übel. Wo immer möglich sollte man versuchen Geld zu vermeiden.

Eine große Anzahl von Berufstätigen müsste wohl einzig Ihre Arbeitsorganisation überdenken, die Tätigkeit an sich jedoch bliebe praktisch unverändert.

Wow, was könnte doch ein Profisportler alles bewirken mit seinen Millionenspenden!

Jetzt denkt wohl jeder – der spendet doch nichts – der hat es ja verdient, er ist eben ein Talent, ein extrem zielstrebiges Aufwachsen, etc. haben dieses Privileg ja erst ermöglicht.

Nun – die große Spendenkraft ist doch das Privileg!

Genauso müsste das der Chefarzt, der  (noch) Politiker, der Startenor, der angesagte bildende Künstler, der Bestsellerautor sehen – leider tun sie es nicht – sie sollten es tun….

Viele Berufe die nur der Umverteilungsmaschine dienen ohne sonstigen Nutzen würden ohnehin bald überflüssig, gigantische Kapazitäten würden in den Verwaltungsmolochen freigesetzt – es stünden Millionen von Menschen für Bildung, Kultur, soziale Dienste, als neue Arbeitskräfte zur Verfügung.

Die gesamte Strukutur der Arbeitswelt würde sich radikal ändern. Wahrscheinlich bräuchten wir wesentlich weniger Gefängnisse und Polizei – Armeen wären völlig überflüssig, die staatlichen Apparaturen würden bis auf ein  winziges Organisationsmanagement das sich dezentral demokratisch aufstellt praktisch verschwinden. Der Mensch hätte die Fähigkeit zur Anarchie, d.h. ein kathegorischer Imperativ wäre keine Utopie, sondern in der sozialen Gemeinschaft der Menschen immanent vorhanden – aktiv gelebt.

Was geht noch? Wieviel Zeit bleibt uns noch?

Derzeit gilt: Raub ist die Devise, wer kann, der raubt – mit Intelligenz, Korruption oder Gewalt.

Landraub, Menschenraub, Resourcenraub, Raub der Lebensgrundlagen, Raub der Würde, Raub der Unschuld in jeglichem denkbarem Bereich – Raub wohin man blickt.

Trost, Trost durch die Kunst, Trost durch Episoden der Menschlichkeit, Trost durch kleine persönliche Erfolge (nur in welchem Kontext – zu welchem „Preis“?) ,  Trost durch Liebe, Trost durch Hoffnung.

Soll dies auch das Lebensprinzip für künftige Generationen sein?

Falls ja, wieviel Wachstum an Raub und Zerstörung kann der Planet noch ertragen, kann der Mensch ertragen?

Blebt noch Zeit und Raum für Trost?

Warum erheben wir die Dinge, die wir als Trost empfangen nicht zum originären Lebensprinzip, warum verbannen wir Gier, Neid – die Antriebskräfte des Raubs, aus unserem Leben?

Wir leben nach dem anerkannten Prinzip – Gewinner und Verlierer – die Gewinner sind fleissig, die Verlierer sind faul – dabei verschweigen wir den täglichen Raub – den wollen wir nicht sehen, den ignorieren wir.

Wir müssen nicht zurück in die Steinzeit, wir können unsere naturwissenschaftlichen Erkentnisse nutzen, wir können die Automatisierungsprozesse zur Produktivitätssteigerung nutzen, wir dürfen auch ein Maß an Luxus und Überfluss genießen, nur, bevor wir anfangen uns in Arm und Reich zu unterscheiden, müssen wir eine globale solidarische Kultur der Mindestversorgung als unverrückbares Menschenrecht für jeden etablieren – wir müssen das Haus leerräumen und neu einrichten – es könnte sein, dass sogar die Grundmauern nicht mehr tragfähig sind – dann gilt es eben alles neu aufzubauen – nur – um den globalen Re-Start kommen wir nicht herum.

Wenn er von Oben organisiert wird, aus Einsicht und aus Menschlichkeit (im positiven Sinne) – dann kann dies ein sanfter, ja ein wunderbar lebensbejaender Prozess für alle werden – sollte allerdings das Plutokratenvolk und Ihre willfährigen Millionärseliten mit aller Macht am bisherigen Ausbeutungsprinzip festhalten wollen, so wird wohl eher ein ungewisses, düsteres Kapitel auf die Menschheit warten – open End.http://www.youtube.com/watch?v=jUOBsFOBxOo

Advertisements

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu Was geht noch?

  1. AlterKnacker schreibt:

    Ich werde Deinen Beitrag als Gastbeitrag bei UNS einstellen und wenn Du es leid bist, als Einzelkämpfer zu werkeln, biete ich Dir die Mitarbeit bei UNS an, Du kannst es Dir überlegen. Außer Adminrechten hättest du vollen Zugriff, die Themen bestimmst Du selbst, genauso wie Du bestimmst, wieviel und wie oft Du textest. Bei uns ist fast jeder willkommen, der sich traut, offen zu schreiben. Nur kackbraun hat bei UNS keine Chance, was ich aber bei Dir ausschließe.

  2. Pingback: Gastbeitrag: Umverteilungsmonopoly? | Freies in Wort und Schrift

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s