Das japanische Volk leidet…

… und letztenendes liegt die Wurzel des Übels eben in unserer globalen Form des Zusammenlebens. Dieser Diskrepanz von totaler Armut in Massen und totalem Reichtum einer winzigsten Minderheit. Wir betrachten die Natur als unsere Sklavin, die wir beliebig vergewaltigen und ausbeuten können. Wir glauben die Macht dazu zu haben. Wir wissen, dass es so unmöglich weitergeht. Wir ignorieren es, da die Lust die wir aus der Ausbeutung ziehen die Vernunft überstahlt. Wir, die wir über den Armen stehen, wir die  wir willig den gierigsten Plutokraten jeden Wunsch von den Lippen ablesen, die wir ergeben jeden Tag unserer Sklavin den Körper ein Stück weiter verbrennen. Sei es mit dem Kohlenstoffkreislauf, sei es mit dem atomaren Feuer … Hauptsache es brennt! Wir – die wir in der Mitte existieren – die wir die Freiheit hätten etwas daran zu ändern, geben uns doch lieber dem vermeintlich unabwendbaren Schicksal des Funktionierens in der Masse hin – egal – ob wir – im Grunde erkennen, dass dies fatal ist, oder es einfach nur verdrängen. Die Naturkatastrophe forderte schon viele viele tausend Opfer und – so unabwendbar sie war, so arrogant war es doch in jenen Gebieten die Küsten dicht zu bebauen – was wenn, das Epizentrum näher an Tokio gelegen hätte? Wir preisen die Freiheit des Individuums, doch letztlich zählt nur die Rentabilität, der unbegrenzte Raubbau – der uns letztenendes selbst zerfrisst. San Francisco? – was wenn jetzt dort das große Beben kommt? Oder weiter südlich in Japan ein ähnlich schweres Erdbeben sich anschließt? Japan ist das Musterbeispiel, was die kompromisslose Industriealisierung einer Gesellschaft bewirkt. Ein völlig den Mechanismen des Markets ausgeliefertes Volk, dass zwar zu den reichtsten der Welt zählt, dass sich aber der Gefahr aussetzt, alles binnen Sekunden zu verlieren. Nur – wären wir anders? – Wir haben doch nur das Glück, dass unsere Städte auf geologisch „festerem“ Grund stehen – im Grunde sind wir ganz genauso konditioniert wie es die Japaner sind, — und wir gehen den gleichen Weg.

Eine Umkehr wie ich sie hier schildere – in diesem Blog – sie würde uns auch weniger anfällig für Naturkatastrophen machen!

Wir sind in der Lage Wohnraum zu schaffen, der keine Energie fordert, sondern sie liefert.

Wir sind in der Lage Nahrungsmittel ohne Kunstdünger und Pestizide zu produzieren.

Wir sind in der Lage die Meere nachhaltig zu nutzen.

Wir sind in der Lage unseren Müll zu 50 % ganz zu vermeiden und den Rest zu recyceln.

Wir sind in der Lage die Versteppung der  Welt zu stoppen,

Wir sind in der Lage 8 Milliarden Menschen under würdigen Bedingungen ein Dasein auf diesem Planeten zu ermöglichen.

Wir sind in der Lage im Schnitt 80 Jahre lang zu leben, in Frieden, Eintracht, Freundschaft und  Liebe.

Wir sind in der Lage unseren Nachkommen eine Welt zu hinterlassen, in der sich jeder als Teil des Ganzen empfinden kann und seine individuellen Talente nicht gegen Geld und Gier, sondern um der Talente und der Freude daran entwickelt.

Wir sind der Lage, dass der vielleicht talentierteste Musiker nicht in einem Slum irgendwo auf dieser Welt im Alter von 4 Jahren stirbt, da er kein Wasser zu trinken bekommt, sondern dass er eines Tages den Menschen weltweit mit seiner Musik Freude bereitet.

Wir sind in der Lage, dass die vielleicht anmutigste Tänzerin der Welt, nicht in einem indischen Arbeitspferch mit 10 Jahren den Feuertod stirbt, da der Unternehmer seine Arbeiterinnen wie Sklavinnen einschließt und sich einen Dreck um Ihre Sicherheit schert.

Hier könnten jetzt noch Millionen Sätze stehen – alle mit dem gleichen Unterton.

Wir sind in der Lage die Welt anders aussehen zu lassen!!!!!!!!!!!!!!

Warum nur, lehnen wir dies so unglaublich standhaft ab?????

Wir sind in der Lage,

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu Das japanische Volk leidet…

  1. Joe schreibt:

    Schön gedacht, nur leider etwas realitätsfern.
    Die Erde gibt schon lange nicht mehr genug Ressourcen für alle her.
    Das Problem ist nicht, dass jeder etwas zu essen haben möchte. Das Problem ist, dass jeder das haben will, was wir in Europa und Amerika haben (an Gütern, nicht an Kultur). Gerechte Verteilung ist hier unmöglich, weil sich jeder nimmt, was er kriegen kann. Natürlich könnte jeder etwas zzu essen haben und gut behandelt werden. Aber so funktionieren die Menschen nicht. Die Menschen sind neidisch und die anderen haben immer etwas besseres.

    • oberham schreibt:

      Ich bin da nicht ganz bei Dir. Meiner Meinung nach können wir weltweit sogar einen weitaus höheren Lebensstandart für alle Menschen realisieren. Die geistigen Resourcen dazu sind vorhanden – auch die materiellen – nur Lebensstandart drückt sich eben nicht durch Luxus und Prunk aus, sondern durch Dinge die einem im Alltag das Leben erleichtern, die uns das Arbeiten und Wohnen angenehm machen, die Energiewandlung effizient und bedarfsgerecht regeln.
      Manchmal denk ich an alternative Kommunen weltweit, die schon in kleinen Gruppen ganz schön viel umsetzen und die sich in diese Richtung bewegen… vielleicht sind das die Samenkörner einer globalen Zukunftsgesellschaft.

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