Besinnung!

Im Angesicht der Katastrophe,  fragen sich da nicht doch mehr Menschen, immer mehr Menschen was wirklich wichtig ist im Leben?

Viele von uns, vielleicht sogar jeder, kennt oder kannte einen Menschen, der an Krebs starb, der einen Autounfall nicht überlebt hat, dem ein anderes Unglück widerfuhr.

Viele von uns, vielleicht sogar ein jeder, kennt oder kannte einen Menschen, der lange an Krebs litt, der einen Autounfall mit schweren Verletzungen überlebte, dem ein anderes Unglück widerfuhr, das er zwar überstand – doch das Ihn Fragen stellen ließ.

Fragen die unser Leben betreffen.

Müssen wir immer erst persönlich dem größten Leid gegenüberstehen, können wir nicht endlich als Gemeinschaft, MEHRHEITLICH die Dinge ernsthaft in Frage stellen?

Ich für mich habe Lösungen gefunden, schon seit mehr als zehn Jahren versuche ich ein „gemäßigtes“ Leben zu führen.

Das macht mich, da ich ein Landmensch bin zum Eremiten, würden jedoch meine Mitmenschen mich nicht als versponnenen Sonderling betrachten, würden sie auch etwas langsamer leben, würden sie weniger Wettkampf und mehr Freude an gemeinsamen Dingen suchen, ich hätte sicher viele Freunde – ich bin nicht gerne alleine, doch ich hatte schon in der Schule Probleme, mich der Gruppe anzuschließen, nur um der Gruppe anzugehören – ich fand keine, die nicht andere ausschloss, die diskriminierte, die das Erwachsenenspiel schon in der Jugend spielte.

Mein Lebensprinzip heisst, gesund Leben, gesund Essen, die Würde aller Wesen achten, Geld als notwendiges Tauschmittel betrachten, die Technik da nutzen wo man es vertreten kann und der Mensch intelligent genug ist, sie jedem – ohne seine Umwelt zu vernichten – bereitzustellen.

Diese Zeilen lesen wohl kaum hundert Menschen, doch meine Gedanken denken ja seit Jahrhunderten vom Grunde her millionen Menschen auf der Welt –

Es müssten aber Milliarden sein, vielleicht kommt dieser Tag doch noch irgendwann.

Das größte Paradox, Milliarden Menschen geben vor gläubig zu sein, ich finde in jeder Religion den Grundsatz von der Liebe und der Achtung den Mitmenschen gegenüber, in meiner sozialen Umwelt findet aber immer Selektion statt – wo – und in welchem Glauben, liegt dies begründet?

Wie kann man an etwas glauben, das doch in sich widersinnig ist.

Solange Religionen wie Ideologien letztenendes Gewalt gegen andersdenkende auslösen, solange kann ich keinem von beidem etwas abgewinnen.

Hätte der Sozialismus sich nicht aus der Wut und der Verzweiflung sein Ventil im Kampf gesucht, sondern in der stillen Verweigerung, hätten sich im 19 Jh. die Proletarier mit den Kleinbauern verbündet, wären sie einfach in kleinen Gruppen bemüht gewesen, sich Nahrung und Wohnraum zu sichern, kein Weberaufstand, keine Gruppe, die man auf der Strasse niederschießen kann, was hätte die Obrigkeit tun können?

Hätte sie dann im Stillen Einzelne willkürlich getötet? Wäre der stille Widerstand zum Auslöser einer Terrorkapagne geworden? War denn die Arbeit zu jener Zeit kein Terror?

Was schreckt uns so ab, wenn wir die Worte Gerechtigkeit, Würde, sozialer Friede hören?

Was macht uns diese Utopie so verachtesnwert, dass wir alles dafür tun, sie niemals Wirklichkeit werden zu lassen?

Fragen über Fragen, die mich selbst zum Eremiten machen, der hofft, dass eines Tages ein Mensch zu ihm kommt, mit der Nachricht, die Ausrede vom Egoismus ist gestorben, der Mensch hat die neue Ausrede des Alltruismus für sich entdeckt und beginnt zu teilen, er beginnt die Natur als seine innigste Nachbarin zu begreifen, er hat aufgehört wahllos zu töten und zu rauben, er ist richtig lieb geworden.

Nochmals:

Eine Utopie – nur warum verachten wir diese Utopie nur so sehr??

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