Zivilisation

Kein Job, ohne dass dahinter einer lauert, rechnet freundlich – wenn es passt – zu jenem plaudert der da fleißig und korrekt brav und willig sich morgens aus dem Bette streckt oftmals sich in eine Eisenbüchse setzt lange Zeit zur Arbeitsstelle hetzt Knöpfe drückt, Papiere füllt, Stühle plattsitzt, Tastaturen abwetzt eine Pyramide gibt es überall in jedem Fach an der Spitze wird die Zeit totgefressen in der Mitte wird die Zeit totgearbeitet an der Basis frisst die Zeit ohnehin schon immer die Menschen tot früh gestoben wird in der Not. Da die Spitze gut und gerne auf 95% der Menschen verzichten kann, wird sie nichts dagegen tun diese daran zu hindern sich als immer schneller zirkulierende Biomasse auf ein grellgruseliges Ende hinzubewegen. Der Mensch ist ein in sich parasitäres System, und das Öl das dieses System schmiert, ist eine seltsame Variante der Hoffnung. Da wo die Macht sich zeigt, herrscht nichts als schnöde Ignoranz, Arroganz und eine unheimliche Toleranz gegenüber jeglicher abartiger Art Unnützes auszurotten und Nützliches auszubeuten. Insofern sind sämtliche Mitglieder des weltweiten Establishments tolerante und geradezu altruistische Menschen, die nur das Beste für die Welt und alles was für sie von Nutzen ist im Schilde führen. Ich wüsste nicht das dies jemals anders war, das Einzige was sich verändert sind die Instrumente der Ausbeutung. Da diese der Spezies immer mehr Zerstörungskraft verleihen werden die Zyklen dieser sonderbaren Daseinsform sich und andere zu quälen und zu eliminieren immer phantastischer in ihrer Abnormität und Effizienz. Alles kann man als Facetten dieses globalen Irrsinns genannt „Zivilisation“ bezeichnen.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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3 Antworten zu Zivilisation

  1. Anstaltsleiter schreibt:

    Sieht so aus, als wäre „Die Matrix“ bereits im Hier und Jetzt angekommen, die „Spitze“ sind die Maschinen, die die Masse ausbeuten, nicht in Farmen, angeschlossen an Computersysteme zum Vorgaukeln der ultimativen virtuellen Realität, sondern in der echten Realität.
    So ist denn die Maschinenwelt eins geworden mit der Welt derer, die sie als „Batterien“ aussaugen, genährt von Hoffnung.
    Es sieht nur so aus, als würde die Nahrung immer weniger Nährwert enthalten, denn nur solange es eine Durchlässigkeit der Systeme gibt, man also von da unten nach da oben aufsteigen kann, kann man hoffen. Doch das ist in unserer Realität immer mehr zu einer vagen Erinnerung geworden. Und erstrebenswert ist es wohl auch nicht mehr wirklich…

    • oberham schreibt:

      war es je erstrebenswert in Tand und Prunk zu leben? Im Grunde sind die Reichen doch die Armen, den sie bangen um ihren Besitz.
      Gerade die ärmsten Menschen auf der Welt – auch wenn es sich jetzt zu meinen vielen Texten widersprechen mag – sind in ihren Herzen oft die glücklichsten.
      Klar, wenn sie weder Nahrung noch sauberes Wasser haben, dann nutzt ihnen ihre natürliche Leichtigkeit nichts mehr – doch , gerade darinn bestünde ja die Chance des Lebens, dass man seinen Bedarf, den natürlichen Bedarf auf eine möchlichst Intelligente Art befriedigt und ansonsten sein Leben in Liebe, Glück und Freude mit den anderen Menschen und der Welt teilt.
      Der Mensch hat seine Gabe leider nicht erkannt, aus der Möglichkeit das Gleichgewicht im Frieden zu entwickeln, hat er die Realität das Ungleichgewicht im Krieg entstehen zu lassen, gemacht.
      Wenn ich mich mit meinen Gedanken von der Realität meiner Umwelt abwende, ein gutes Buch lese, im Wald spazieren gehe, mit dem Rad über Land fahre, – und viele andere schöne Dinge tue, dann kann ich auch hier in Deutschland glücklich und zufrieden sein – das sind sicher auch viele Menschen – noch – auch weltweit – nur – die Plutokraten fressen immer schneller – immer schonungsloser und immer verzweifelter…. – sie suchen die Unsterblichkeit, sehen die globale Katastrophe und möchten noch an Dekadenz ausleben was nur möglich ist.
      Der Rest der Menschen mag das nicht stoppen, er wird es auch nicht tun – vielleicht, da die Natur schon längst einen anderen Plan verfolgt.

  2. kahalla schreibt:

    Ja,das sind gut beobachtete Fakten. Ich habe oft versucht heraus zu finden, wann dies alles anfing, wann sich der Mensch an sich vom Bestandteil einer globalen Lebensgemeinschaft zum Herren über die selbe aufschwang und anfing, sie zu zerstören. irgendwie bin ich darauf gekommen, dass diese Zerstörungswut, diese offensichtliche Dummheit den eigenen Existenzgrundlagen gegenüber wohl das entscheidende Merkmal der menschlichen Art ist.
    Es gab aber zu alle Zeiten in der Menschheitsgeschichte viele Menschen die das auch wussten und gesellschaftlich (also in der Sippe, im Stamm oder auch nur in ihrem Dorf) gegen dieses Zerstörungsverhalten wirkten. Nun haben wir nur noch ein Dorf, ein globales, in dem es vielleicht 100000 Einwohner gibt, der Rest sind im besten Fall menschliche Haus- oder Arbeitstiere.
    Und von Tieren lässt sich der Homo exstipans schon mal gar nichts sagen.

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