Warum brauchen wir Waffen?

Wenn 1000 Äpfel in einem großen Korb liegen,
der Korb in der Mitte eines Platzes steht,
über dem Korb eine Tafel – die jeder der kommt lesen kann –
auf der steht:

Es befinden sich 1000 Menschen auf dem Platz,
für jeden ist ein Apfel im Korb
heute, morgen und jeden weiteren Tag.

Was machen wir Menschen?

499 Menschen erhalten von einem besonders
schlauen, besonders riechenden, besonders
stahlenden Menschen eine Waffe.

Damit bedrohen Sie 500 die keine Waffe bekommen.
Die 499 erhalten dafür einen und einen halben Apfel.

Der eine, ganz besondere Mensch bekommt den Rest.
Das sind dann so 251 und ein halber Apfel für Ihn.

Gnädig spendet er den halben Apfel dann noch den 500 verbliebenen, die Ihm dafür die Füße küssen.

Das ist der Mensch, so teilt der Mensch seine Welt,
und wir – wir sind wohl ein Teil jener 499 – wobei,
wir führen intern nochmals einen ähnlichen Verteilungswettbewerb auf.

Es gab immer Menschen, die dies als absurd, als dumm, als
fatal, als unmenschlich anprangerten, die das Teilen, den sozialen Frieden propagierten, in Worten, Taten und Schriften.

Sie blieben und bleiben wohl eine winzige Minderheit, die
in zynischer Art und Weise von den Mächtigen gar zu oft zitiert und den Massen vorgehalten wird.

Kein Mensch auf dieser Welt braucht eine Waffe, mit dem ersten Knüppel, der zum Zwecke des Raubs von einem Menschen dem anderen über den Schädel gezogen wurde, begann dieses Spiel.

Heute wird das Töten deligiert, heute ist der Raub institutionalisiert, heute rennt der Durchschnittsmensch einer Karotte hinterher, die der Plutokrat ihm schelmisch vor die Nase hält – ein Esel vor den Karren gespannt – unfähig zu reflektieren, vor Gier und Geifer, vor Unterwürfigkeit und Ignoranz.

Was der Plutokrat übersieht, der Karren rennt geradewegs auf den Abgrund zu, das Ende ereilt doch jeden.

Ein Gates, ein Buffet, ein Zuckerberg, sie alle werden ohnehin genauso altern wie jeder andere Mensch – sie können sich noch kaum Zeit dazukaufen, sie können nur jede Sekunde Ihres Lebens vermeintlich intensiver genießen – ein Trugschluss –

Gibt es hier jemanden, der glaubt Waffen dienen einem anderen Zweck?

Advertisements

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Warum brauchen wir Waffen?

  1. Anstaltsleiter schreibt:

    So traurig und doch so wahr!

    Doch eins gebe ich dazu zu bedenken – Wahrlich, auch ein Gates, Buffet, Zuckerberg und wie sie alle heißen wird älter und geht letztenlich den Weg des Vergänglichen, aber – die Liste der Milliardäre ist lang, und darauf folgt die Liste der dreistelligen Millionäre, die ist sogar noch länger, und solange das so bleibt, wird es immer schön frischen Nachwuchs für die Plutokraten gesorgt… Dies ist nicht das Ende der Geschichte!

  2. Alex schreibt:

    Wie sagte doch der unsterbliche Sledge Hammer:

    „Schusswaffen sind gefährlich!! Doch in den richtigen Händen sind sie ein Quell steter Freude und Erbauung!“

    oder Steve Lee:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s